<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: Authentisch sein: Was es bedeutet und warum das positive Selbstbild uns täuscht	</title>
	<atom:link href="https://www.sylvia-tornau.de/authentisch-was-es-bedeutet/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.sylvia-tornau.de/authentisch-was-es-bedeutet/</link>
	<description>Trauma verstehen, Muster verändern, Beziehungen heilen</description>
	<lastBuildDate>Sun, 23 Aug 2026 15:11:27 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Sylvia Tornau		</title>
		<link>https://www.sylvia-tornau.de/authentisch-was-es-bedeutet/#comment-45669</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sylvia Tornau]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2026 07:02:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sylvia-tornau.de/?p=14049#comment-45669</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.sylvia-tornau.de/authentisch-was-es-bedeutet/#comment-45668&quot;&gt;Susann&lt;/a&gt;.

Liebe Susann, danke für deinen Kommentar! Für mich ist Authentizität auch eine Haltung mir selbst gegenüber, ein zu mir stehen und bei mir bleiben. Warum ich schreibe, es ist ein Moment, damit wollte ich beschreiben, dass sich meine Haltung, Meinung, Emotion verändern darf, dass Authentizität nichts festes und unverrückbares ist, sondern sich ebenso wandelt, wie ich. Also wenn ich vor Jahren die Abgrenzung zu anderen Menschen als hilfreich für mich empfunden habe, obwohl ich wusste, dass mich das in der Einsamkeit gefangen hält, habe ich dazu gestanden, weil es meine Lebensrealität war. Heute bin ich da viel weicher, grenze mich bestimmten Menschen gegenüber immer noch ab und stehe dennoch für die Verbundenheit mit anderen Menschen ein, auch wenn es mal schief geht. Eine grundlegend andere Haltung und ich stehe zu beiden, werfe mir nicht vor, vor Jahren eine andere Haltung gehabt zu haben (tolles deutsch ;-)). Ich finde diese Dynamik wichtig, weil ich mich sonst zwinge fest zu werden und genau das will ich ja nicht. Ich will Lebendigkeit und dazu gehört Veränderung. Deshalb spreche ich von Momenten, in denen ich authentisch bin. Und weil es auch Momente gibt, in denen ich mich nicht authentisch verhalte, zum Beispiel, wenn ich in einer Situation bin wie kürzlich in der S-Bahn. Eine Gruppe Typen motzt aggressiv rum und ich habe mich verhalten, wie alle anderen, habe meine Kopfhörer lauter gedreht und gehofft, dass sie ganz schnell aussteigen, was sie auch getan haben. Alles in mir schrie danach aufzustehen und einzuschreiten, doch mein Urprogramm, die Angst vor körperlicher Gewalt war stärker. Wenn ich das so schreibe, merke ich, ich habe mich indem Moment ja auch authentisch verhalten, indem ich meine Angst vor Gewalt ernst genommen habe und mich von ihr habe ausbremsen lassen. Das entsprach aber so gar nicht meinem Selbstbild, davon, wie ich gern sein und mich verhalten möchte. Fühle ich mich damit wohl, wie ich mich entschieden habe? Keineswegs, aber ich habe sehr viel Verständnis dafür. Früher hätte ich mir an dieser Stelle Feigheit vorgeworfen. 
Ich hoffe, die Sache mit dem Moment ist jetzt noch etwas deutlicher geworden.
Herzliche Grüße Sylvia]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.sylvia-tornau.de/authentisch-was-es-bedeutet/#comment-45668">Susann</a>.</p>
<p>Liebe Susann, danke für deinen Kommentar! Für mich ist Authentizität auch eine Haltung mir selbst gegenüber, ein zu mir stehen und bei mir bleiben. Warum ich schreibe, es ist ein Moment, damit wollte ich beschreiben, dass sich meine Haltung, Meinung, Emotion verändern darf, dass Authentizität nichts festes und unverrückbares ist, sondern sich ebenso wandelt, wie ich. Also wenn ich vor Jahren die Abgrenzung zu anderen Menschen als hilfreich für mich empfunden habe, obwohl ich wusste, dass mich das in der Einsamkeit gefangen hält, habe ich dazu gestanden, weil es meine Lebensrealität war. Heute bin ich da viel weicher, grenze mich bestimmten Menschen gegenüber immer noch ab und stehe dennoch für die Verbundenheit mit anderen Menschen ein, auch wenn es mal schief geht. Eine grundlegend andere Haltung und ich stehe zu beiden, werfe mir nicht vor, vor Jahren eine andere Haltung gehabt zu haben (tolles deutsch ;-)). Ich finde diese Dynamik wichtig, weil ich mich sonst zwinge fest zu werden und genau das will ich ja nicht. Ich will Lebendigkeit und dazu gehört Veränderung. Deshalb spreche ich von Momenten, in denen ich authentisch bin. Und weil es auch Momente gibt, in denen ich mich nicht authentisch verhalte, zum Beispiel, wenn ich in einer Situation bin wie kürzlich in der S-Bahn. Eine Gruppe Typen motzt aggressiv rum und ich habe mich verhalten, wie alle anderen, habe meine Kopfhörer lauter gedreht und gehofft, dass sie ganz schnell aussteigen, was sie auch getan haben. Alles in mir schrie danach aufzustehen und einzuschreiten, doch mein Urprogramm, die Angst vor körperlicher Gewalt war stärker. Wenn ich das so schreibe, merke ich, ich habe mich indem Moment ja auch authentisch verhalten, indem ich meine Angst vor Gewalt ernst genommen habe und mich von ihr habe ausbremsen lassen. Das entsprach aber so gar nicht meinem Selbstbild, davon, wie ich gern sein und mich verhalten möchte. Fühle ich mich damit wohl, wie ich mich entschieden habe? Keineswegs, aber ich habe sehr viel Verständnis dafür. Früher hätte ich mir an dieser Stelle Feigheit vorgeworfen.<br />
Ich hoffe, die Sache mit dem Moment ist jetzt noch etwas deutlicher geworden.<br />
Herzliche Grüße Sylvia</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Susann		</title>
		<link>https://www.sylvia-tornau.de/authentisch-was-es-bedeutet/#comment-45668</link>

		<dc:creator><![CDATA[Susann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 17:17:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sylvia-tornau.de/?p=14049#comment-45668</guid>

					<description><![CDATA[Liebe Syliva, herzlichen Dank für diesen Artikel; fühlte mich direkt angesprochen :-) Entschuldige bitte für das &quot;Hand aufs Herz&quot;, damit warst du natürlich nicht gemeint!!
Und dank deines Artikels habe ich verstanden, dass ein Beschönigen oder Dramatierung einer Situation, Sache u.ä. nicht unbedingt eine Lebenslüge sein muss, sondern eine Schutzfuntion sein kann. Bin mal gespannt, ob ich es nicht nur verstanden, sondern auch &quot;beherzigen&quot; kann.
Auch ich bin ein traumatisiertes Kind ohne jegliches Urvertrauen und mein einziges &quot;Handwerkszeug&quot; war die Selbstbefragung, um mich selber und meine Gefühle zu verstehen und um mir nahe zu kommen. Und so frage ich mich oft: &quot;Hand aufs Herz... Butter bei de Fische Susann&quot; :-)
Als junge Frau habe ich festgestellt, dass ich es nicht mehr jedem recht machen muss - sondern ich muss mich mit meinen Entscheidungen wohl fühlen. Das nahm sehr viel Druck von mir.
Für mich ist daher Authentzität keinesfalls nur ein Moment, sondern ein zu sich stehen, bei sich bleiben... Eine Haltung mir selbst gegenüber... Aber vielleicht beschreibe ich etwas, was sich anders nennt??
Herzliche Grüße Susann
PS: ich finde deinen Blog so inspirierend, bewegt mich sehr!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Syliva, herzlichen Dank für diesen Artikel; fühlte mich direkt angesprochen 🙂 Entschuldige bitte für das &#8220;Hand aufs Herz&#8221;, damit warst du natürlich nicht gemeint!!<br />
Und dank deines Artikels habe ich verstanden, dass ein Beschönigen oder Dramatierung einer Situation, Sache u.ä. nicht unbedingt eine Lebenslüge sein muss, sondern eine Schutzfuntion sein kann. Bin mal gespannt, ob ich es nicht nur verstanden, sondern auch &#8220;beherzigen&#8221; kann.<br />
Auch ich bin ein traumatisiertes Kind ohne jegliches Urvertrauen und mein einziges &#8220;Handwerkszeug&#8221; war die Selbstbefragung, um mich selber und meine Gefühle zu verstehen und um mir nahe zu kommen. Und so frage ich mich oft: &#8220;Hand aufs Herz&#8230; Butter bei de Fische Susann&#8221; 🙂<br />
Als junge Frau habe ich festgestellt, dass ich es nicht mehr jedem recht machen muss &#8211; sondern ich muss mich mit meinen Entscheidungen wohl fühlen. Das nahm sehr viel Druck von mir.<br />
Für mich ist daher Authentzität keinesfalls nur ein Moment, sondern ein zu sich stehen, bei sich bleiben&#8230; Eine Haltung mir selbst gegenüber&#8230; Aber vielleicht beschreibe ich etwas, was sich anders nennt??<br />
Herzliche Grüße Susann<br />
PS: ich finde deinen Blog so inspirierend, bewegt mich sehr!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
