<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: Blogparade: Geteiltes Leben &#8211; wie viel DDR steckt nach 35 Jahren Einheit noch in mir?	</title>
	<atom:link href="https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/</link>
	<description>Trauma verstehen, Muster verändern, Beziehungen heilen</description>
	<lastBuildDate>Thu, 25 Jun 2026 13:27:11 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Sylvia Tornau		</title>
		<link>https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45327</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sylvia Tornau]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2024 14:00:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sylvia-tornau.de/?p=10039#comment-45327</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45320&quot;&gt;Ingeborg Freytag&lt;/a&gt;.

Liebe Ingeborg, wow, was für ein Beitrag. Du beherrschst die Kunst des zwischen den Zeilen schreiben und das auch noch mit einer treffsicheren Portion Humor. Allein die Beschreibung, welchen Quellen dein immer wiederkehrendes Selbstvertrauen entspringt, ist einfach nur köstlich, im Nachgeschmack ein wenig bitter und im Ergebnis - dein Selbstvertrauen - lehrreich: &quot;Egal wie fest, starr, stur und ausweglos eine Situation auch immer sein mag – möglicherweise ändert sie sich in der nächsten Minute grundlegend.&quot;  Ein Satz, den ich bei Gelegenheit sicher zitieren werde und auf jeden Fall schon mal unter der Überschrift &quot;Persönlichkeit und Haltung&quot; in meine Zitatesammlung https://www.sylvia-tornau.de/inspirierende-frauenzitate-im-fokus/ aufgenommen habe. 
Spannend finde ich, dass du vor und nach dem &quot;Großen Andersrum&quot; (grandios) als Künstlerin tätig warst und sich für dich diesbezüglich relativ wenig geändert hat. Deine Beschreibung des Kunstbetriebes ist ein wenig desillusionierend, aber warum sollte es auch anders sein, als im Rest der Gesellschaft. Ich kann dir nur zustimmen, Herausforderungen gemeinsam zu meistern stärkt das Selbstvertrauen, den Gemeinschaftssinn und unsere Kommunikationsfähigkeit. Dann blüht die Landschaft in und mit uns und wir können auf blaue Wunder gut verzichten.
Sehr berührt hat mich der Absatz, in dem du deine Arbeitsweise beschreibst. Du nennst es &quot;Glück gehabt ...&quot;. Für mich liest sich das wie ein pralles gestaltetes Leben, mit blauen Flecken und güldenen Sternen - das Komplettpaket des Lebens auch als komplett angenommen. Da wird nichts sofort aussortiert und abgelehnt, nach reiflichem Herantasten oder Herumwälzen aber auch mal als nicht passend oder noch nicht passend zur Seite gelegt. Perfekt, unperfekt, darf alles sein und sich in dir und im Raum entwickeln. Mit der Zeit, die es eben braucht.
Danke liebe Ingeborg für deinen klaren und motivierenden Beitrag zu meiner Blogparade. Herzliche Grüße von der Sylvia]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45320">Ingeborg Freytag</a>.</p>
<p>Liebe Ingeborg, wow, was für ein Beitrag. Du beherrschst die Kunst des zwischen den Zeilen schreiben und das auch noch mit einer treffsicheren Portion Humor. Allein die Beschreibung, welchen Quellen dein immer wiederkehrendes Selbstvertrauen entspringt, ist einfach nur köstlich, im Nachgeschmack ein wenig bitter und im Ergebnis &#8211; dein Selbstvertrauen &#8211; lehrreich: &#8220;Egal wie fest, starr, stur und ausweglos eine Situation auch immer sein mag – möglicherweise ändert sie sich in der nächsten Minute grundlegend.&#8221;  Ein Satz, den ich bei Gelegenheit sicher zitieren werde und auf jeden Fall schon mal unter der Überschrift &#8220;Persönlichkeit und Haltung&#8221; in meine Zitatesammlung <a href="https://www.sylvia-tornau.de/inspirierende-frauenzitate-im-fokus/" rel="ugc">https://www.sylvia-tornau.de/inspirierende-frauenzitate-im-fokus/</a> aufgenommen habe.<br />
Spannend finde ich, dass du vor und nach dem &#8220;Großen Andersrum&#8221; (grandios) als Künstlerin tätig warst und sich für dich diesbezüglich relativ wenig geändert hat. Deine Beschreibung des Kunstbetriebes ist ein wenig desillusionierend, aber warum sollte es auch anders sein, als im Rest der Gesellschaft. Ich kann dir nur zustimmen, Herausforderungen gemeinsam zu meistern stärkt das Selbstvertrauen, den Gemeinschaftssinn und unsere Kommunikationsfähigkeit. Dann blüht die Landschaft in und mit uns und wir können auf blaue Wunder gut verzichten.<br />
Sehr berührt hat mich der Absatz, in dem du deine Arbeitsweise beschreibst. Du nennst es &#8220;Glück gehabt &#8230;&#8221;. Für mich liest sich das wie ein pralles gestaltetes Leben, mit blauen Flecken und güldenen Sternen &#8211; das Komplettpaket des Lebens auch als komplett angenommen. Da wird nichts sofort aussortiert und abgelehnt, nach reiflichem Herantasten oder Herumwälzen aber auch mal als nicht passend oder noch nicht passend zur Seite gelegt. Perfekt, unperfekt, darf alles sein und sich in dir und im Raum entwickeln. Mit der Zeit, die es eben braucht.<br />
Danke liebe Ingeborg für deinen klaren und motivierenden Beitrag zu meiner Blogparade. Herzliche Grüße von der Sylvia</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sylvia Tornau		</title>
		<link>https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45323</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sylvia Tornau]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2024 12:03:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sylvia-tornau.de/?p=10039#comment-45323</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45316&quot;&gt;Claudia&lt;/a&gt;.

Liebe Claudia, aufgrund von Krankheit komme ich leider erst jetzt dazu, deinen wunderbaren Beitrag zu kommentieren. Es freut mich, dass mein Aufruf zur Blogparade für dich ein Anlass war, mit deinem Vater noch einmal über diese Zeit zu sprechen. Ich bin auch der Meinung, dass bei der Betrachtung von Vergangenheit jedes Alter, jede Person eine ganz eigene Sichtweise und Perspektive hat. 
In deinem Beitrag wird noch einmal sehr deutlich, wie die Teilung Deutschlands Familien zerrissen hat. Die Vorstellung, mich entscheiden zu müssen, zwischen Leben in Freiheit oder Kontakt zu meiner Tochter und Enkeltochter - das ist grausam. 
Ich persönlich hatte keine Verwandten im Westen, kannte nur die Messegäste, an die unsere Kinderzimmer zur Messe vermietet wurden. Bei den Gesprächen zwischen den Erwachsenen wurden wir immer hinausgeschickt, daher habe ich lange nicht gewusst, wie die Grenzkontrollen für Menschen sind, die einreisen wollen. Später wusste ich es, da wir sehr viel ins sozialistische Ausland in den Urlaub gefahren sind und unser Auto mehr als einmal so auseinandergenommen wurde, wie du es beschreibst. Daher ist mir auch diese untergründige Angst, dieses mulmige Gefühl bei Grenzübertritten sehr vertraut. Es taucht auch heute noch, bei Passkontrollen für einen kurzen Moment in mir auf. 
Dein Erlebnis in Rudolstadt ist heftig. Ich weiß gar nicht, ob es da einen Unterschied zwischen dem ländlichen Raum und Städten wie Leipzig gab, aber Soldaten mit Maschinengewehren liefen bei uns in der Stadt erst zur Zeit der Montagsdemos herum. Vorher habe ich die entweder nicht wahrgenommen oder das gab es in Leipzig so nicht. Auf jeden Fall beschreibst du da eine heftige Erfahrung, die niemand machen sollte. 
Oh ja, Buchläden waren für mich im Osten wie ein kleines Paradies. Auch wenn es viel Literatur nicht gab, weil vom Klassenfeind, gab es dennoch viel gute Literatur zu kaufen. Schön, dass du das für dich auch nutzen konntest. Herzliche Grüße Sylvia]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45316">Claudia</a>.</p>
<p>Liebe Claudia, aufgrund von Krankheit komme ich leider erst jetzt dazu, deinen wunderbaren Beitrag zu kommentieren. Es freut mich, dass mein Aufruf zur Blogparade für dich ein Anlass war, mit deinem Vater noch einmal über diese Zeit zu sprechen. Ich bin auch der Meinung, dass bei der Betrachtung von Vergangenheit jedes Alter, jede Person eine ganz eigene Sichtweise und Perspektive hat.<br />
In deinem Beitrag wird noch einmal sehr deutlich, wie die Teilung Deutschlands Familien zerrissen hat. Die Vorstellung, mich entscheiden zu müssen, zwischen Leben in Freiheit oder Kontakt zu meiner Tochter und Enkeltochter &#8211; das ist grausam.<br />
Ich persönlich hatte keine Verwandten im Westen, kannte nur die Messegäste, an die unsere Kinderzimmer zur Messe vermietet wurden. Bei den Gesprächen zwischen den Erwachsenen wurden wir immer hinausgeschickt, daher habe ich lange nicht gewusst, wie die Grenzkontrollen für Menschen sind, die einreisen wollen. Später wusste ich es, da wir sehr viel ins sozialistische Ausland in den Urlaub gefahren sind und unser Auto mehr als einmal so auseinandergenommen wurde, wie du es beschreibst. Daher ist mir auch diese untergründige Angst, dieses mulmige Gefühl bei Grenzübertritten sehr vertraut. Es taucht auch heute noch, bei Passkontrollen für einen kurzen Moment in mir auf.<br />
Dein Erlebnis in Rudolstadt ist heftig. Ich weiß gar nicht, ob es da einen Unterschied zwischen dem ländlichen Raum und Städten wie Leipzig gab, aber Soldaten mit Maschinengewehren liefen bei uns in der Stadt erst zur Zeit der Montagsdemos herum. Vorher habe ich die entweder nicht wahrgenommen oder das gab es in Leipzig so nicht. Auf jeden Fall beschreibst du da eine heftige Erfahrung, die niemand machen sollte.<br />
Oh ja, Buchläden waren für mich im Osten wie ein kleines Paradies. Auch wenn es viel Literatur nicht gab, weil vom Klassenfeind, gab es dennoch viel gute Literatur zu kaufen. Schön, dass du das für dich auch nutzen konntest. Herzliche Grüße Sylvia</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ingeborg Freytag		</title>
		<link>https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45320</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ingeborg Freytag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2024 18:19:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sylvia-tornau.de/?p=10039#comment-45320</guid>

					<description><![CDATA[Liebe Sylvia - nun endlich! Danke für deine Initiative!
https://ingeborg-freytag.de/geteiltes-leben-wie-viel-ddr-steckt-nach-35-jahren-einheit-noch-in-mir-beitrag-zur-blogparade/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Sylvia &#8211; nun endlich! Danke für deine Initiative!<br />
<a href="https://ingeborg-freytag.de/geteiltes-leben-wie-viel-ddr-steckt-nach-35-jahren-einheit-noch-in-mir-beitrag-zur-blogparade/" rel="nofollow ugc">https://ingeborg-freytag.de/geteiltes-leben-wie-viel-ddr-steckt-nach-35-jahren-einheit-noch-in-mir-beitrag-zur-blogparade/</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Claudia		</title>
		<link>https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45316</link>

		<dc:creator><![CDATA[Claudia]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Aug 2024 20:37:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sylvia-tornau.de/?p=10039#comment-45316</guid>

					<description><![CDATA[Liebe Sylvia, 
ich danke dir für diesen Aufruf deiner Blogparade. 

Diesen Artikel habe ich aus Sicht einer BRD&#039;lerin geschrieben, die immer wieder ihre Verwandten in der DDR besucht hat. 
Ich habe diesen Artikel zum Anlass genommen und mit meinem Vater über diese Zeit und über unsere Familiengeschichte gesprochen. Auch habe ich gelernt, wie stark meine Erfahrungen noch in mir verankert sind und mich bis heute prägen. 

Hier ist der Link zu meinem persönlichen Blogbeitrag: https://starknachtrennung.de/geteiltes-deutschland/ 

Alles Gute
Claudia]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Sylvia,<br />
ich danke dir für diesen Aufruf deiner Blogparade. </p>
<p>Diesen Artikel habe ich aus Sicht einer BRD&#8217;lerin geschrieben, die immer wieder ihre Verwandten in der DDR besucht hat.<br />
Ich habe diesen Artikel zum Anlass genommen und mit meinem Vater über diese Zeit und über unsere Familiengeschichte gesprochen. Auch habe ich gelernt, wie stark meine Erfahrungen noch in mir verankert sind und mich bis heute prägen. </p>
<p>Hier ist der Link zu meinem persönlichen Blogbeitrag: <a href="https://starknachtrennung.de/geteiltes-deutschland/" rel="nofollow ugc">https://starknachtrennung.de/geteiltes-deutschland/</a> </p>
<p>Alles Gute<br />
Claudia</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sylvia Tornau		</title>
		<link>https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45304</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sylvia Tornau]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2024 08:10:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sylvia-tornau.de/?p=10039#comment-45304</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45259&quot;&gt;Eva Helms&lt;/a&gt;.

Liebe Eva, danke für deinen wunderbaren Beitrag zu meiner Blogparade. Zwei Dinge vorab: ich habe mich riesig gefreut, den Bettina Wegener Text in deinem Artikel zu lesen und darüber, dass du „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ ebenfalls gelesen hast. Ich finde das ein sehr informatives und gleichzeitig berührendes Buch, eben weil es die Stimmung der Gespräche der drei Frauen transportiert. 
Mit deinem Beitrag hast du mich an den Schulgarten erinnert, das war mir gar nicht so bewusst, dass es die nicht mehr gibt. Schade. Für mich war das in der Schulzeit eine meiner Lieblingsbeschäftigungen: umgraben, in der Erde wühlen, pflanzen und ernten und das alles unter freiem Himmel. Spannend finde ich auch, dass du schreibst, wie früh wir gelernt haben, dass es zwei Wahrheiten gibt. Die Sandmanngeschichte habe ich noch nie unter diesem Aspekt betrachtet, es war so selbstverständlich nur über den &quot;richtigen&quot; Sandmann zu sprechen. Den Stasi Witz hatte ich auch vergessen, dabei hing lange Zeit an meiner Wohnungstür der Spruch &quot;Hier wird nicht gedacht. Wir handeln!&quot;. Dass die DDR damals so schnell aufgegeben wurde, verramscht für die D-Mark, ist für mich, wann immer ich darüber nachdenke, immer noch mit einem Schmerz behaftet. Dem Schmerz, dass damals eine Chance verkauft wurde, dass es keinen Vereinigungsprozess gab, sondern nur einen Wechsel, bei dem wir uns von jetzt auf gleich zurechtfinden mussten, in der freien Marktwirtschaft. 
Den Schluss deines Beitrages finde ich stark und berührend. Der trifft sehr genau das, warum ich diese Blogparade veranstalte. Damit die Geschichten erzählt werden und sich nicht &quot;in Trauer und Scham, in Missgunst, Neid und Gewalt&quot; wandeln. Sondern ihre 
Kraft entfalten können, um &quot;Grenzen wirklich zu überwinden und Veränderungen mutig und sauber zu gestalten.&quot; Ich danke dir von Herzen. Sylvia]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45259">Eva Helms</a>.</p>
<p>Liebe Eva, danke für deinen wunderbaren Beitrag zu meiner Blogparade. Zwei Dinge vorab: ich habe mich riesig gefreut, den Bettina Wegener Text in deinem Artikel zu lesen und darüber, dass du „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ ebenfalls gelesen hast. Ich finde das ein sehr informatives und gleichzeitig berührendes Buch, eben weil es die Stimmung der Gespräche der drei Frauen transportiert.<br />
Mit deinem Beitrag hast du mich an den Schulgarten erinnert, das war mir gar nicht so bewusst, dass es die nicht mehr gibt. Schade. Für mich war das in der Schulzeit eine meiner Lieblingsbeschäftigungen: umgraben, in der Erde wühlen, pflanzen und ernten und das alles unter freiem Himmel. Spannend finde ich auch, dass du schreibst, wie früh wir gelernt haben, dass es zwei Wahrheiten gibt. Die Sandmanngeschichte habe ich noch nie unter diesem Aspekt betrachtet, es war so selbstverständlich nur über den &#8220;richtigen&#8221; Sandmann zu sprechen. Den Stasi Witz hatte ich auch vergessen, dabei hing lange Zeit an meiner Wohnungstür der Spruch &#8220;Hier wird nicht gedacht. Wir handeln!&#8221;. Dass die DDR damals so schnell aufgegeben wurde, verramscht für die D-Mark, ist für mich, wann immer ich darüber nachdenke, immer noch mit einem Schmerz behaftet. Dem Schmerz, dass damals eine Chance verkauft wurde, dass es keinen Vereinigungsprozess gab, sondern nur einen Wechsel, bei dem wir uns von jetzt auf gleich zurechtfinden mussten, in der freien Marktwirtschaft.<br />
Den Schluss deines Beitrages finde ich stark und berührend. Der trifft sehr genau das, warum ich diese Blogparade veranstalte. Damit die Geschichten erzählt werden und sich nicht &#8220;in Trauer und Scham, in Missgunst, Neid und Gewalt&#8221; wandeln. Sondern ihre<br />
Kraft entfalten können, um &#8220;Grenzen wirklich zu überwinden und Veränderungen mutig und sauber zu gestalten.&#8221; Ich danke dir von Herzen. Sylvia</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sylvia Tornau		</title>
		<link>https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45303</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sylvia Tornau]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2024 07:34:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sylvia-tornau.de/?p=10039#comment-45303</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45253&quot;&gt;Astrid Engel&lt;/a&gt;.

Liebe Astrid, herzlichen Dank für deine Teilnahme an meiner Blogparade. Ich musste lachen über die Auto putzenden Männer und die im Haushalt putzenden Frauen. Ich habe das damals gehasst und für spießig gefunden, mal ganz abgesehen davon, dass ich die Dederon-Kittelschürzen wirklich eklig fand vom Tragegefühl her. Spannend finde ich auch, dass die Berufswahl damals von ganz anderen Kriterien abhängig war - einerseits interessengeleitet und andererseits vom Zugang her, der ja auch staatlich gelenkt war. Fast niemand hat am Ende das gelernt oder studiert, was persönlich erwünscht war, sondern wo es freie Plätze gab. Ich kenne einige Frauen meiner Generation und älter, die als Ingenieurinnen gearbeitet haben und finde auch, wir sind viel selbstverständlicher damit groß geworden, dass es Berufe gibt und nicht Männer- oder Frauenberufe. Ich denke da an Medienberichte, Fotos von Frauen mit Bauhelm, Traktorfahrerinnen, Chemikerinnen. Diese Bilder waren auch in unseren Schulbüchern. Mal saß ein Mann auf dem Traktor, mal eine Frau. Das vermisse ich heute auch manchmal, diese Sichtbarkeit. 
Gut eingefangen hast du für mich auch den Aspekt des Selbermachens und der gegenseitigen Unterstützung. Klar basierte das ganze auf einem Mangel, es gab eben kaum individuelle Kleidung - deshalb habe ich damals auch meine Garderobe selbst genäht, oder Baustoffe, Holz für Regale, was auch immer. Wir waren viel mehr eine Tauschgesellschaft und unterstützten einander. Dieses Geben und Nehmen ist für mich auch heute noch Selbstverständlichkeit, auch wenn es damals eher aus dem Mangel entstand, hatten die Dinge einen größeren Wert. Klar, Geld war auch damals wichtig, aber daran wurde nicht der Wert eines Menschen gemessen und auch mit wenig Geld war ein gutes Leben möglich. Es war nicht so das Zentrum von allem. Da ging es viel mehr um &quot;Was kannst du und was kann ich und ist das, was jede von uns kann auch für die andere nützlich.&quot;

Was ich an der Blogparade spannend finde, bisher hat jeder Teilnehmerin etwas Ähnliches über ihre Erfahrung mit dem Wechsel der Gesellschaftsordnung beschrieben, wie du: &quot;Ich behaupte mal, wer die Wende überstanden hat, den kann nichts mehr erschüttern. Von einem Tag zum anderen in einer anderen Gesellschaftsordnung zurechtzukommen, macht resilient. Die Erfahrung kann mir niemand nehmen.&quot; Das ist ein Aspekt über den wir noch viel mehr sprechen und schreiben sollten. Liebe Grüße Sylvia]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45253">Astrid Engel</a>.</p>
<p>Liebe Astrid, herzlichen Dank für deine Teilnahme an meiner Blogparade. Ich musste lachen über die Auto putzenden Männer und die im Haushalt putzenden Frauen. Ich habe das damals gehasst und für spießig gefunden, mal ganz abgesehen davon, dass ich die Dederon-Kittelschürzen wirklich eklig fand vom Tragegefühl her. Spannend finde ich auch, dass die Berufswahl damals von ganz anderen Kriterien abhängig war &#8211; einerseits interessengeleitet und andererseits vom Zugang her, der ja auch staatlich gelenkt war. Fast niemand hat am Ende das gelernt oder studiert, was persönlich erwünscht war, sondern wo es freie Plätze gab. Ich kenne einige Frauen meiner Generation und älter, die als Ingenieurinnen gearbeitet haben und finde auch, wir sind viel selbstverständlicher damit groß geworden, dass es Berufe gibt und nicht Männer- oder Frauenberufe. Ich denke da an Medienberichte, Fotos von Frauen mit Bauhelm, Traktorfahrerinnen, Chemikerinnen. Diese Bilder waren auch in unseren Schulbüchern. Mal saß ein Mann auf dem Traktor, mal eine Frau. Das vermisse ich heute auch manchmal, diese Sichtbarkeit.<br />
Gut eingefangen hast du für mich auch den Aspekt des Selbermachens und der gegenseitigen Unterstützung. Klar basierte das ganze auf einem Mangel, es gab eben kaum individuelle Kleidung &#8211; deshalb habe ich damals auch meine Garderobe selbst genäht, oder Baustoffe, Holz für Regale, was auch immer. Wir waren viel mehr eine Tauschgesellschaft und unterstützten einander. Dieses Geben und Nehmen ist für mich auch heute noch Selbstverständlichkeit, auch wenn es damals eher aus dem Mangel entstand, hatten die Dinge einen größeren Wert. Klar, Geld war auch damals wichtig, aber daran wurde nicht der Wert eines Menschen gemessen und auch mit wenig Geld war ein gutes Leben möglich. Es war nicht so das Zentrum von allem. Da ging es viel mehr um &#8220;Was kannst du und was kann ich und ist das, was jede von uns kann auch für die andere nützlich.&#8221;</p>
<p>Was ich an der Blogparade spannend finde, bisher hat jeder Teilnehmerin etwas Ähnliches über ihre Erfahrung mit dem Wechsel der Gesellschaftsordnung beschrieben, wie du: &#8220;Ich behaupte mal, wer die Wende überstanden hat, den kann nichts mehr erschüttern. Von einem Tag zum anderen in einer anderen Gesellschaftsordnung zurechtzukommen, macht resilient. Die Erfahrung kann mir niemand nehmen.&#8221; Das ist ein Aspekt über den wir noch viel mehr sprechen und schreiben sollten. Liebe Grüße Sylvia</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sylvia Tornau		</title>
		<link>https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45267</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sylvia Tornau]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Aug 2024 08:00:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sylvia-tornau.de/?p=10039#comment-45267</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45249&quot;&gt;Katharina Tolle&lt;/a&gt;.

Liebe Katharina, ich danke dir sehr für deinen Beitrag zu meiner Blogparade. Für diesen Blick von Außen, der sehr vertraut mit dem Innen ist. Aufgrund deiner Lebenserfahrung und deines Lebensortes samt Austausch mit Menschen, die in der DDR lebten und deren Prägungen du jeden Tag mitbekommst, hast du einen sehr genauen Einblick in die Unterschiede der Erfahrungswelten Ost und West, aber auch in die Gemeinsamkeiten. Schmunzeln musste ich über deine Beschreibung, als du die 16 Bundesländer lerntest und eure Mütter damit Schwierigkeiten hatten. Das ging mir ähnlich, als meine Tochter dies lernen musste und ich beim Abfragen immer ins Schulbuch lugte, weil die mir auch nicht alle präsent waren. 
Die Geschichte von den &quot;Jahresendzeitfiguren&quot; habe ich schon mal gehört, in meinem persönlichen Umfeld hat dies niemand gesagt und ich kann mich auch nicht erinnern, dass dies jemand von uns gefordert hätte. Aber vielleicht gab es da auch regionale Unterschiede. 
Den Satz „Die DDR war genauso ein Patriarchat, wie es die Bundesrepublik war und ist. Aber sie war das besser organisierte Patriarchat.“ halte auch ich für dringend beachtenswert und richtig. Feminismus gab es in der DDR vielleicht im Untergrund, aber nicht gesellschaftlich ausgeprägt. Alles, was da für Frauen erreicht und geschaffen wurde, wurde mit Blick auf die notwendige Arbeitskraft von Frauen und die ebenfalls notwendige Geburtenrate eingeführt. Das kam den Frauen zugute, hatte aus meiner Sicht aber nichts mit Feminismus und Gleichberechtigung zu tun. Der Staat hat es den Frauen nur leichter gemacht, um die eigenen Ziele zu erreichen. Wer will, dass Frauen arbeiten und Kinder bekommen, muss dafür etwas tun und das hat die DDR erkannt.
Danke für deine ganz individuelle Sichtweise auf das Thema DDR Prägungen. Herzliche Grüße Sylvia]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45249">Katharina Tolle</a>.</p>
<p>Liebe Katharina, ich danke dir sehr für deinen Beitrag zu meiner Blogparade. Für diesen Blick von Außen, der sehr vertraut mit dem Innen ist. Aufgrund deiner Lebenserfahrung und deines Lebensortes samt Austausch mit Menschen, die in der DDR lebten und deren Prägungen du jeden Tag mitbekommst, hast du einen sehr genauen Einblick in die Unterschiede der Erfahrungswelten Ost und West, aber auch in die Gemeinsamkeiten. Schmunzeln musste ich über deine Beschreibung, als du die 16 Bundesländer lerntest und eure Mütter damit Schwierigkeiten hatten. Das ging mir ähnlich, als meine Tochter dies lernen musste und ich beim Abfragen immer ins Schulbuch lugte, weil die mir auch nicht alle präsent waren.<br />
Die Geschichte von den &#8220;Jahresendzeitfiguren&#8221; habe ich schon mal gehört, in meinem persönlichen Umfeld hat dies niemand gesagt und ich kann mich auch nicht erinnern, dass dies jemand von uns gefordert hätte. Aber vielleicht gab es da auch regionale Unterschiede.<br />
Den Satz „Die DDR war genauso ein Patriarchat, wie es die Bundesrepublik war und ist. Aber sie war das besser organisierte Patriarchat.“ halte auch ich für dringend beachtenswert und richtig. Feminismus gab es in der DDR vielleicht im Untergrund, aber nicht gesellschaftlich ausgeprägt. Alles, was da für Frauen erreicht und geschaffen wurde, wurde mit Blick auf die notwendige Arbeitskraft von Frauen und die ebenfalls notwendige Geburtenrate eingeführt. Das kam den Frauen zugute, hatte aus meiner Sicht aber nichts mit Feminismus und Gleichberechtigung zu tun. Der Staat hat es den Frauen nur leichter gemacht, um die eigenen Ziele zu erreichen. Wer will, dass Frauen arbeiten und Kinder bekommen, muss dafür etwas tun und das hat die DDR erkannt.<br />
Danke für deine ganz individuelle Sichtweise auf das Thema DDR Prägungen. Herzliche Grüße Sylvia</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eva Helms		</title>
		<link>https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45259</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eva Helms]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2024 20:22:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sylvia-tornau.de/?p=10039#comment-45259</guid>

					<description><![CDATA[Liebe Sylvia, der Text geisterte schon einige Zeit in meinem Kopf herum. Dank Deiner Aufforderung zur Blogparade ist er nun aufgeschrieben.

https://evahelms.de/verlorene-plaetze-verlorene-geschichten/

 Herzlichen Dank für diese wichtige Anregung. Eva]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Sylvia, der Text geisterte schon einige Zeit in meinem Kopf herum. Dank Deiner Aufforderung zur Blogparade ist er nun aufgeschrieben.</p>
<p><a href="https://evahelms.de/verlorene-plaetze-verlorene-geschichten/" rel="nofollow ugc">https://evahelms.de/verlorene-plaetze-verlorene-geschichten/</a></p>
<p> Herzlichen Dank für diese wichtige Anregung. Eva</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Astrid Engel		</title>
		<link>https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45253</link>

		<dc:creator><![CDATA[Astrid Engel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Aug 2024 17:04:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sylvia-tornau.de/?p=10039#comment-45253</guid>

					<description><![CDATA[Liebe Sylvia,
nun kommt endlich auch mein Beitrag zu deiner Blogparade. War gar nicht so leicht ...
https://astridengel.de/ddr-vergangenheit/
Danke für das tolle Thema. 
Liebe Grüße
Astrid]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Sylvia,<br />
nun kommt endlich auch mein Beitrag zu deiner Blogparade. War gar nicht so leicht &#8230;<br />
<a href="https://astridengel.de/ddr-vergangenheit/" rel="nofollow ugc">https://astridengel.de/ddr-vergangenheit/</a><br />
Danke für das tolle Thema.<br />
Liebe Grüße<br />
Astrid</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Katharina Tolle		</title>
		<link>https://www.sylvia-tornau.de/blogparade-wie-viel-ddr-steckt-noch-in-mir/#comment-45249</link>

		<dc:creator><![CDATA[Katharina Tolle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Aug 2024 08:15:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sylvia-tornau.de/?p=10039#comment-45249</guid>

					<description><![CDATA[Liebe Sylvia,

ich habe mich getraut, obwohl ich Jahrgang 88 bin und aus NRW komme:

https://ichgebaere.com/wie-viel-ddr-steckt-in-mir/

Liebe Grüße,

Katharina]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Sylvia,</p>
<p>ich habe mich getraut, obwohl ich Jahrgang 88 bin und aus NRW komme:</p>
<p><a href="https://ichgebaere.com/wie-viel-ddr-steckt-in-mir/" rel="nofollow ugc">https://ichgebaere.com/wie-viel-ddr-steckt-in-mir/</a></p>
<p>Liebe Grüße,</p>
<p>Katharina</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
