Monatsrückblick Juli 2023

Vollbremsung für ein Foto

Dieser Monat Juli hatte es in sich. Rekordtemperaturen in Bayern und Sachsen. Überdies gab es in Sachsen 253,2 Stunden Sonnenschein. Ein Schelm, wer denkt, dass das Klima uns austrocknen will. Sonnenschein ist schließlich nicht politisch. Für mich war dieser Monat angefüllt mit Vorhaben, die ich zu einem großen Teil umsetzen konnte: Treffen mit Freundinnen und Familie, viel Schreiben (Therapieberichte und Blogartikel), lernen. Eigentlich so wie in jedem Monat, doch das meiste davon fand im Freien statt. Das war für ich die besondere Qualität dieses Juli 2023.

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Urlaub mit Freundin im Juli 2023

Nach zwei Wochen Arbeit noch einmal eine Woche Urlaub. An diesen Rhythmus könnte ich mich gewöhnen. Diesmal ging es mit meiner Freundin Kristina in die Nähe von Templin, in die Alte Gärtnerei Annenwalde. Rings um uns nur Wald und Felder. Die Zeit haben wir verbracht mit Lesen, schreiben, ausgiebigen Spaziergängen, Radtouren, lecker Essen und angeregten Gesprächen. Uns ist etwas widerfahren, was ich schon lange nicht mehr erlebt habe: Wir haben beide die Zeit vergessen und mussten erst auf dem Handy nachschauen, welcher Tag eigentlich ist. Genau dieser Zustand der Zeitlosigkeit ist es, der für mich einen entspannten Urlaub ausmacht.

Ankunft im Alltag

Einer der großen Vorteile meiner Arbeit als Familientherapeutin im Landkreis Leipzig ist es, dass ich als Städterin ein wenig Landleben schnuppern darf. Auf den Bauernhöfen und in den Gärten ist derzeit viel los. Ich treffe Enten- und Hühnerfamilien, Katzen, Hunde, Schafe, Zuchtkaninchen. Die Zeit planen wir immer in unsere Fahrtzeit mit ein, dass wir die Tiere begutachten und streicheln können, bevor wir weiter fahren. Die Kinder einer Familie veranstalteten für uns ein Kräuterquiz. Sie liefen immer wieder in den Garten und holten neue Kräuter, die wir dann an Geruch, Form, Farbe oder Geschmack erkennen sollten. Von 12 Kräutern erkannte ich nur eines am Geschmack und auch damit lag ich nur halb richtig. Ich tippte auf Majoran, doch es war Oregano, was ja zumindest irgendwie zur Majoranfamilie gehört.

The Blog Bang

Acht Wochen habe ich mich jetzt intensiv meiner Webseite gewidmet. Habe unter der Anleitung The Blog Bang Kursleiterin von Judith Peters und Team 7 Blogartikel geschrieben, die Über-Mich-Seite und die Start-Seite bearbeitet. Das hat ebenso viel Freude gemacht, wie es mich Nerven gekostet hat. Eines weiß ich nach diesen 8 Wochen – ein Technik-Nerd wird nicht aus mir, obwohl ich echt viel dazugelernt habe. Bloggen entspricht mir wesentlich mehr als der Stress, den mir Social-Media, also Facebook und Instagram bereitet. Vielleicht dauert es so noch länger, mir ein Business aufzubauen, aber offen gestanden: lieber investiere ich mir Zeit, dafür macht mir das, was ich tue Spaß. Außerdem liefern mir die Blogartikel die Inhalte für die anderen Plattformen, aber ich habe nicht mehr das Gefühl, im luftleeren Raum zu arbeiten. Es ist schön, Reaktionen auf Beiträge zu bekommen, auf diese Art ins Gespräch zu kommen.

Business-Aufbau

Neben dem Bloggen und den Postings für Social Media arbeite ich mit den ersten Klient:innen online. Das macht mir Freude, weil ich merke, dass meine Art und meine Methoden im Coaching und Mentoring auch online gut funktionieren. Ich habe mich auf der Bewertungsplattform ProvenExpert.com eingetragen und dort die ersten Bewertungen erhalten. Diese Bewertungen sind am Ende für mich das Sahnehäubchen, die Belohnung für meine Arbeit. Als kleiner großer Nebeneffekt helfen sie mir, wenn ich wieder einmal daran zweifle, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Dann lese ich die Bewertungen und weiß wieder ganz genau, warum ich das alles mache, was ich so mache.

Vollbremsung

Natur hilft immer. Nach einer wirklich anstrengenden Therapiesitzung, in der die Eltern mit ihren gegenseitigen Vorwürfen Pingpong spielten und wir symbolisch immer wieder die Kinder in den Raum holen durften, damit die Eltern sich erinnern, warum sie überhaupt eine Familientherapie machen, sitzen wir platt im Auto. Draußen ist es schwül, wir beide hängen unseren Gedanken nach, sind gefangen in dieser anstrengenden Konfliktenergie. Plötzlich sehe ich auf einer Wiese Störche und rufe „Halt an, da sind Störche“. Daniel legt eine Vollbremsung auf der Landstraße hin. Wir sehen uns an, er parkt am Straßenrand. Obwohl die nächste Sitzung wartet, gönnen wir uns eine kleine Pause. Störche beobachten, Füße vertreten. Eine andere Energie in den Körper holen. Nach zehn Minuten steigen wir beide wieder ins Auto ein und lachen dieses befreite Lachen. Wir lachen so, wie nur sehr vertraute Menschen miteinander lachen können. Alles Bedrückende ist von uns abgefallen.

Momo im Juli 2023

In diesem Monat hat Momo mir das erste Mal beim Kochen geholfen. Mit Hingabe schälte sie ein ganzes Bund Möhren. Seitdem fragt sie mich jeden Dienstag, ob wir heute wieder kochen. Wer weiß, vielleicht wird ja aus mir doch noch eine Köchin, allein aus dem Grund, weil Momo mir dabei so gern hilft. Außerdem ist in diesem Monat eine Vorliebe von ihr zum Vorschein gekommen, die mir so vorher noch nicht aufgefallen ist: Momo liebt Kleider. Ja klar, den Anna und Elsa Quatsch trägt sie gern, aber noch viel lieber mag sie Kleider mit fliegenden Röcken. Offen gesagt, bin ich mir gar nicht so sicher, ob die Kleider ihr wirklich wichtig sind, was ihr wichtig ist: Sie will mit ihren beiden Freundinnen mithalten und die beiden mögen Kleider. Es ist eine Art Kleiderwettstreit zwischen den Mädchen entbrannt. Sozialisation im Kindergarten. Momentan habe ich ein mulmiges Gefühl, während ich das beobachte.

Was ich im Juli 23 gelernt habe

  • Der Landkreis Leipzig hat außergewöhnlich viele schöne und unterschiedliche Landschaften zu bieten.
  • Mehr auf meine Energie zu achten. Meine Stimmung ist auch abhängig von der Bewegung, die ich meinem Körper gönne.
  • Nächte durchzumachen, etwa weil ich noch einen Artikel fertig schreiben will, macht mir viel Spaß, einfach weil ich gern in der Nacht produktiv bin, bekommt mir aber nicht so gut, wenn ich am nächsten Tag nicht schlafen kann, weil die Arbeit wartet.
  • Ich mag warmen Sommerwind, aber wenn es stürmt, ziehe ich mich lieber in meine Wohnung zurück.
  • Kinder sind manchmal mutiger als ihre Eltern. Sie sprechen aus, was den Eltern peinlich ist, sie nicht wahrhaben wollen oder sich nicht trauen zu sagen.

Was sonst noch so los war

  • Ein Wochenende mit dem Liebsten verbracht, am Lagerfeuer, bei einer Geburtstagsparty.
  • Mit meiner Freundin Gesa habe ich die Haarfee heimgesucht, seitdem fühle ich mich wieder gut mit meinem Fussel-Haar.
  • 24 Sitzungen Familientherapie, 4 Coachings und 1 Mentoring.
  • Ich habe einen neuen Podcast entdeckt, den ich sehr mag: Feel The News von Jule und Sascha Lobo
  • Es gab einige Straßensperren im Landkreis, weil die Felder brannten. Ursache: Die Reibung des Metalls der Landmaschinen an Feldsteinen erzeugt Funken und so trocken wie die Felder waren, reichten ein paar Funken, um Feuer zu entfachen.

Was steht an im August?

  • Überarbeitung meiner Angebote
  • Teilnahme an der Blogchallenge „Blogdekade“ – 10 Artikel in 10 Tagen
  • die erste Bahnreise mit Momo zu Andreas
  • Einstieg in die HP-Ausbildung
  • Schulanfang in der WG

Danke, dass du hier vorbeigeschaut und meinen Rückblick gelesen hast. Wie immer freue ich mich über einen Kommentar von dir!

In Verbundenheit

Wenn dir das Format so gefällt, wie es mir gefällt, dann habe ich noch ein paar spannende Monatsrückblicke für dich. Wenn ich Bücher lese, dann lese ich am liebsten Biografien. Monatsrückblicke sind für mich so etwas wie Auszüge aus Biografien. Kleine Blitzlichter in ein Menschenleben.

Nicole Borho berichtet aus ihrer Trostwerkstatt, in der sie Trostkissen anfertigt. Ein Beitrag, der mich sehr berührt hat. Einfach weil wir alle manchmal Trost brauchen und nicht immer jemand an unserer Seite ist, der/die uns trösten kann.

Susanne Wagner hat im Juli für sich eine wichtige berufliche Entscheidung getroffen, an ihrem Buch geschrieben und viel gesungen. Für die Leser:innen ihres Monatsrückblicks hat sie ihren Mikropausen-Zufallsgenerator verlinkt. Das solltest du unbedingt einmal ausprobieren.

Anne Schwarz ist eine beeindruckende junge Frau, was ich aber erst entdeckte, nachdem mich der Titel ihres Blogs in seinen Bann zog: Lieblingsalltag. Im Juli adoptierte sie die Straßenhündin Bonnie aus Rumänien, erhielt ihre Orthese und besuchte nach langer Zeit ein Museum. Überzeugt haben mich definitiv auch die Fotos im Postkartenstil.

4 Kommentare

  1. Sylvia Tornau 7. August 2023 um 18:50 Uhr

    Liebe Aimée, Danke schön für deinen Kommentar. Ja, ich bin gerade ganz glücklich, weil ich jetzt endlich auch bei TCS dabei bin. Dann lesen wir sicher häufiger voneinander. Ich freue mich darauf. Liebe Grüße Sylvia

  2. Sylvia Tornau 7. August 2023 um 18:39 Uhr

    Danke, liebe Anita, für die Wertschätzung! Irgendwie sagt mir mein Gefühl, dass das mit der Technik immer eine Herausforderung sein wird, nur wird es mit der Erfahrung, schon viele Herausforderungen gelöst zu haben, einfacher mich den Herausforderungen zu stellen. Herzliche Grüße Sylvia

  3. Aimée Riecke 7. August 2023 um 17:47 Uhr

    Liebe Sylvia,
    was für ein schöner, ereignisreicher und auch reflektierter Monatsrückblick! Es war mir eine Freude, ihn zu lesen.
    Vor einem Jahr habe ich Blog Bang gerade beendet und blogge seitdem in TCS mit Judith weiter, habe auch gerade verlängert. Bist Du nun auch in TCS dabei?
    Auf jeden Fall noch ganz viel Freude beim weiteren Bloggen!
    Liebe Grüße
    Aimée

  4. Anita Griebl 4. August 2023 um 17:21 Uhr

    Liebe Sylvia mit Interesse habe ich deinen schönen Blogartikel gelesen.
    Da war einiges los bei dir im Juli, Respekt. Ich musste schmunzeln, denn mit der Technik habe ich auch meine Herausforderungen. Genau wie du, schreibe ich sehr gerne bis spät in die Nacht. Da habe ich die meiste Zeit und Ruhe.
    Schön, wenn ich dich durch den Artikel etwas kennen lerne.
    Ich wünsche dir viel Freude und Erfolg bei deiner wertvollen Arbeit.

    Herzliche Grüße von Anita. ???????

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Hallo, ich bin Sylvia

systemische Therapeutin, Trauma-Coach und Bloggerin. Seit über 20 Jahren arbeite ich mit Paaren, Familien und Einzelpersonen daran, negative Kindheitsprägungen und frühe Traumata zu lösen und ein Leben voller Selbstvertrauen, inneren Frieden und emotionaler Stabilität zu führen.
Für ein erfülltes Leben in Verbundenheit.

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