Es ist was es ist – Übung in Akzeptanz

Was es ist - von Erich Fried

Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe.

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Was es ist – ist eine Übung in radikaler Akzeptanz

Dieses Gedicht von Erich Fried begleitet mich schon viele Jahre. Es hat mich getröstet, als ich ängstlich war, ob ich mich einer Beziehung zu einem wesentlich jüngeren Mann hingeben darf. Es machte mir Mut, wenn wieder einmal jemand von Außen diese Beziehung belächelte. Selbst nach der Trennung von diesem Mann tröstete mich dieses Gedicht. Weil es aus meiner Sicht in diesem Text um so viel mehr geht, als um die Liebe. Es geht darum, zu verstehen, welche unterschiedlichen Stimmen in uns zu uns sprechen. Darum, diesen Stimmen zuzuhören und erst dann zu entscheiden, was ich in dieser Situation tun will.

Radikale Akzeptanz

Obwohl ich weiß, dass es in diesem Text die Liebe ist, die sich durchsetzt, ist es für mich gleichzeitig ein Kunstmanifest in Bezug auf die radikale Akzeptanz . Annehmen war, egal in welcher Situation. Du bist verliebt, aber es scheint einiges dagegen zu sprechen? Deine Gefühle spielen Achterbahn mit dir? Trotz aller Bewertungen, die wir dem, was da in uns spricht, zuschreiben oder geben. Einfach alles sammeln, was sich in unseren Gedanken zu einem bestimmten Sachverhalt tummelte. Aus verschiedenen Perspektiven. Hier kannst du dieses Gedicht als Anregung nehmen:

Wer sagt das was:

  • im Außen Freunde, Bekannte, Partner*innen
  • die Stimmen in dir
    • die Vernunft
    • die Ungeduld
    • der Stolz
    • die Liebe
    • die Vorsicht
    • die Angst
    • die Berechnung
    • Dein inneres Kind

Du findest ganz sicher noch andere Punkte.

Mehr über radikale Akzeptanz und wie du sie lernst, findest du hier: Radikale Akzeptanz lernen.

Ich wünsche dir viel Freude mit dem Text und mit der Übung in Akzeptanz.

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Über die Autorin: Sylvia Tornau

„Ins Kleid des Lebens Würde weben" ist mein persönliches und berufliches Leitbild. Ich bin Sylvia, systemische Therapeutin, Trauma-Coachin und Frau mit eigener Geschichte aus Leipzig. Seit 2007 schreibe ich hier über das, was mich wirklich bewegt: über Muster, die uns fremdbestimmen, über die Erschöpfung, die entsteht, wenn wir funktionieren, statt zu leben. Und über die manchmal unbequemen Schritte, die wir gehen, um endlich in uns selbst zu Hause zu sein. Mit meinem Schreiben verbinde ich eigene Erfahrungen, aus einer Geschichte des Aufwachsens, die tiefe Spuren hinterlassen hat, aus den Erfahrungen, wie ich mit diesen Spuren umgehe, und mit einem breiten Schatz an Fachwissen, den ich mir über die Jahre aneignete und mir immer noch aneigne. Ich glaube zutiefst daran, dass wir wenig hilfreiche Muster mit einer großen Portion Selbstfürsorge in Lebendigkeit und Lebensfreude verwandeln können.

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Hallo, schön, dass du da bist!

Ich bin Sylvia, systemische Therapeutin, Trauma-Coach und Bloggerin. Die menschliche Psyche und die Frage „Warum ticken wir, wie wir ticken“ treiben mich schon seit meiner Jugend an.

Heute unterstütze ich Frauen dabei, alte Prägungen loszulassen, ihre Emotionen zu regulieren und im eigenen Leben zu Hause zu sein.

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