Monatsrückblick Januar & Februar 2026 – Verantwortung und Klarheit

Sylvia auf dem Darß am ersten Tag 2026

In diesem Monatsrückblick Januar und Februar 2026 halte ich fest, was mich in meiner Arbeit, privat und als Frau in dieser Zeit beschäftigt hat. Zwei Monate, in denen Verantwortung, politische Wachsamkeit und die Sorge um mein eigenes Nervensystem enger miteinander verbunden waren, als mir zunächst bewusst war.

Was dich in diesem Beitrag erwartet:

Mein Januar und Februar 2026 in einem Satz

Lensball

Mein neues Hobby: Lensball-Fotografie

Die Monate Januar und Februar haben mir deutlich gemacht, dass ich nur dann wach und präsent bleiben kann, wenn ich zugleich gut für mich sorge. – Sylvia Tornau

Was mich in meiner Arbeit beschäftigt hat

In diesen Wochen sind mir zwei Themen in besonderer Deutlichkeit begegnet. Beide haben mit Sicherheit zu tun – und mit der Frage, wie wir sie herstellen, wenn sie innerlich brüchig geworden ist.

Überforderung durch Verantwortung

In mehreren Sitzungen zeigte sich eine Form von Überforderung, die aus der Summe von Verantwortlichkeiten – im Beruf, in der Familie und in der oft unsichtbaren Aufgabe, dem eigenen Leben Struktur, Richtung und Stabilität zu geben – entsteht.

Viele Frauen sind sich gar nicht bewusst, dass sie viel tragen. Sie organisieren Abläufe, moderieren Konflikte, behalten Fristen im Blick und sorgen dafür, dass das Alltägliche funktioniert. Von außen wirkt das selbstverständlich, manchmal sogar beeindruckend. Innerlich entsteht jedoch häufig eine dauerhafte Grundanspannung, die kaum noch als Belastung erkannt wird, weil sie längst zur Normalität geworden ist.

Trifft diese permanente Verantwortungsdichte auf ein Nervensystem, das früh gelernt hat, wachsam zu sein, entsteht weniger ein produktiver Ehrgeiz als vielmehr ein Getriebensein. Ruhephasen fühlen sich dann nicht nach Entlastung an, sondern nach Kontrollverlust. Dahinter steht oft das Gefühl, nicht aussteigen zu dürfen, nicht schwächer sein zu dürfen, weil sonst alles, was so mühsam am Laufen gehalten wird, zusammenbrechen könnte.

Wenn dieses Gefühl bewusst wird, geht es nicht darum, Verantwortung sofort neu zu verteilen oder große Veränderungen vorzunehmen. Der erste Schritt ist meist viel unspektakulärer: überhaupt wahrzunehmen, wie selbstverständlich man sich zuständig fühlt.

Viele beginnen damit, einen Moment innezuhalten, bevor sie reagieren. Sich innerlich zu fragen: „Ist das wirklich meine Aufgabe?“ oder „Was würde passieren, wenn ich es heute einmal nicht übernehme?“ Nicht immer folgt daraus sofort eine Handlung. Aber allein diese Frage verschiebt die innere Haltung.

Ein weiterer Schritt besteht darin, kleine Unterbrechungen einzubauen – fünf Minuten ohne To-do-Liste, eine Atempause lang, das Gesicht in die Sonne halten. Das Nervensystem lernt so, dass nicht alles zusammenbricht, wenn nicht alles kontrolliert wird.

Auf dieser Ebene beginnt Veränderung als vorsichtige Entkopplung von dem Gefühl, ununterbrochen zuständig sein zu müssen.

Misstrauen in Beziehungen

Ein zweites Thema, das mir mehrfach begegnet ist, betrifft das Misstrauen in Beziehungen. Dabei geht es nicht um das wache, prüfende Misstrauen, das schützt und abwägt. Gemeint ist vielmehr eine innere Dynamik, die sich mit der Zeit verselbständigt. Ein Misstrauen, das nicht mehr nur auf konkrete Anlässe reagiert, sondern ständig auf der Suche nach Anzeichen ist, dass etwas nicht stimmt. In Gesprächen wird dann deutlich, wie aufmerksam jedes Detail beobachtet wird: eine veränderte Tonlage, eine verspätete Nachricht, ein Blick, der nicht eindeutig ist. Was früher vielleicht irritiert hätte, bekommt plötzlich Gewicht. Nicht, weil es objektiv eindeutig wäre, sondern weil das innere System in Alarmbereitschaft ist.

Die Gedanken beginnen, mögliche Szenarien durchzuspielen. Was bedeutet das? Was steckt dahinter? Habe ich etwas übersehen? Diese innere Suchbewegung soll Sicherheit herstellen. Tatsächlich verstärkt sie jedoch häufig die Anspannung, weil sie kaum zu einem eindeutigen Ergebnis führt. Es bleibt ein Rest von Ungewissheit, und genau dieser Rest wird schwer auszuhalten. Gerade wenn Beziehungen ins Wanken geraten oder auseinanderbrechen, steigert sich dieser innere Alarmzustand häufig weiter. Das Nervensystem sucht nach Erklärungen, nach Vorhersehbarkeit, nach einem letzten Stück Kontrolle. Jeder Blick, jede Pause, jede Verzögerung kann dann plötzlich Bedeutung tragen.

Aus traumasensibler Perspektive ist das sehr nachvollziehbar. Wer Bindung einmal als unsicher erlebt hat, versucht später, über erhöhte Wachsamkeit Sicherheit herzustellen. Misstrauen wird zur Strategie, um Nähe kalkulierbar zu machen, auch wenn diese Strategie die Person und die Beziehung langfristig erschöpft.

Wird jedoch erkennbar, dass dieses Misstrauen keine Charaktereigenschaft, sondern eine Schutzreaktion ist, entsteht die Möglichkeit, Abstand zu gewinnen. Dann kann Beziehung wieder als etwas gestaltet werden, das nicht permanent kontrolliert, sondern zunehmend mit innerer Stabilität getragen wird.

Was mich privat beschäftigt hat

Schneespaziergang mit Momo

Zu Beginn des Jahres habe ich selbst eine deutliche Anspannung und Erschöpfung gespürt. Mein Schlafbedürfnis war ungewöhnlich hoch. Dass ich in der dunklen Jahreszeit langsamer werde, kenne ich. Ich plane meine Termine ohnehin so, dass dann mehr Raum für Rückzug bleibt. Doch diesmal ging es darüber hinaus. Ich war müde, nicht nur körperlich. Das machte mich unzufrieden, ungeduldig mit mir selbst.

Statt gegen die Müdigkeit anzukämpfen, habe ich mich entschieden, sie zunächst zu akzeptieren. Nicht im Sinne von Resignation, sondern im Sinne eines bewussten Annehmens dessen, was gerade ist. Ich habe mein ohnehin reduziertes Pensum noch einmal überprüft und weitere Termine verschoben. Ich schrieb wieder täglich in mein Dankbarkeitstagebuch. Und ich saß abends vor dem Kamin, ohne etwas zu wollen. Ich schaute in die Flammen und ließ meine Gedanken ziehen.

In einer solchen Stunde erkannte ich die Verbindung: In meinem Leben habe ich mehrere Verkehrsunfälle erlebt, als Beobachterin und als Beifahrerin. Seitdem bin ich eine vorsichtige Autofahrerin und eine eher ängstliche Beifahrerin. Damit komme ich gut zurecht, solange die Bedingungen vertraut sind. Ich meide Fahrten bei Dunkelheit und starkem Regen, wenn es möglich ist. Wenn nicht, fahre ich langsamer.

Doch zu Beginn dieses Jahres waren die Bedingungen alles andere als vertraut. Über Wochen gab es Schnee und Glätte. Es wurde früh dunkel. Und ich war beruflich viel mit dem Auto unterwegs. Mein Nervensystem war permanent in Alarmbereitschaft. Als ich diesen Zusammenhang erkannte, veränderte sich etwas in mir. Meine Erschöpfung war kein diffus drohender Rückfall in die Dysthymie, sondern eine nachvollziehbare Reaktion auf anhaltende Anspannung. Ich konnte wieder unterscheiden zwischen einer alten depressiven Dynamik und einer aktuellen körperlichen Stressreaktion.

Ich habe daraufhin einige Abendtermine abgesagt oder – wo es möglich war – ins Online-Format verlegt. Als sich die Straßenverhältnisse normalisierten, habe ich die verschobenen Termine nachgeholt. Es tat gut, eine Entscheidung treffen zu können, aus dem Verständnis für mein eigenes System.

Was mich als Frau in dieser Zeit bewegt

Ein Vogelskelett – unfertig und nicht flugfähig, so wie viele Gesetze, die uns Frauen betreffen

Ein Vogelskelett – unfertig und nicht flugfähig, so wie viele Gesetze, die uns Frauen betreffen

In diesen Wochen habe ich die politischen Debatten nicht nur als Nachrichten verfolgt, sondern als Teil einer größeren Bewegung, die direkt in Lebensrealitäten hineinwirkt. Rechte, Versorgung und Anerkennung sind keine abstrakten Themen, sie zeigen sich in konkreten Zugängen, Entscheidungen und Ausschlüssen.

Recht und Versorgung beim Schwangerschaftsabbruch

Der Deutsche Juristinnenbund hat im Januar klar betont, dass Krankenhäuser ihren Versorgungsauftrag nicht dadurch aushebeln dürfen, dass sie pauschal Schwangerschaftsabbrüche ablehnen, auch nicht bei konfessionell geprägten Trägerstrukturen. Hintergrund dieser Stellungnahme sind die zunehmenden Klinikfusionen evangelischer und katholischer Träger und das Berufungsverfahren des gynäkologischen Chefarztes Prof. Joachim Volz, gegen die Dienstanweisung im Klinikum Lippstadt, welche ihm die Vornahme von Abtreibungen verbietet.

Was mich daran bewegt, ist weniger die juristische Feinheit als die Diskrepanz zwischen Recht und Wirklichkeit. Die (immer noch gesetzlich eingeschränkte) körperliche Selbstbestimmung steht im Gesetz, aber sie muss erreichbar sein. Ich merke, wie wütend es mich macht, wenn Rechte formal bestehen, aber praktisch schwer zugänglich bleiben. Das betrifft nicht nur Einzelfälle, sondern die Frage, wie ernst eine Gesellschaft die körperliche Selbstbestimmung von Frauen tatsächlich nimmt. In Deutschland wurde erneut sichtbar, wie sehr der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen von strukturellen Bedingungen abhängt.

Petition von Dr. Joachim Volz: Ärztliche Hilfe darf nicht kriminalisiert werden

Die Petition von Dr. Joachim Volz setzt sich dafür ein, dass medizinische Unterstützung im Kontext von Schwangerschaftsabbrüchen nicht kriminalisiert wird. Gerade in Zeiten, in denen Versorgungslagen fragil sind, betrifft diese Debatte reale Lebenssituationen von Frauen und behandelnden Ärzt:innen.

Europa: Politische Signale und ihre Grenzen

Ende Februar setzte die Europäische Union ein Signal, indem sie Möglichkeiten eröffnete, EU-Mittel für den Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen zu nutzen, insbesondere in Ländern, in denen nationale Regelungen restriktiver sind.

Ich nehme das als ambivalentes Zeichen wahr: Es zeigt Bewegung und Solidarität über Grenzen hinweg und ein Bewusstsein dafür, dass reproduktive Rechte Teil von Gesundheits- und Sozialpolitik sind. Gleichzeitig macht es sehr deutlich, dass gleiche Rechte innerhalb Europas keineswegs selbstverständlich sind. Solche Fortschritte entstehen nicht aus Gutwilligkeit, sondern durch Auseinandersetzung, Druck und Beharrlichkeit.

Deshalb halte ich es für notwendig, an diesen Themen dranzubleiben:

Ich werde im März 60 Jahre alt. Biologisch betrifft mich diese Frage nicht mehr unmittelbar. Und doch ist sie Teil meiner Geschichte. Als in der DDR geborene Frau habe ich noch die Fristenregelung erlebt: Ein Schwangerschaftsabbruch war innerhalb der ersten zwölf Wochen ohne Angabe von Gründen legal und straffrei möglich. Die Entscheidung lag bei der Frau, die Kosten wurden von der Sozialversicherung übernommen. Schwangerschaftsabbruch war, bei aller historischen Einordnung, rechtlich als Selbstbestimmungsrecht anerkannt.

Nach der Wiedervereinigung wurde diese Regelung nicht übernommen. Stattdessen wurde der Abbruch in das westdeutsche Modell überführt: Beratungspflicht, formale Rechtswidrigkeit und Straffreiheit nur unter bestimmten Bedingungen. Aus einem anerkannten Recht wurde eine rechtliche Ausnahme.

Ich habe am eigenen Körper erfahren, wie sich solche Verschiebungen anfühlen. Wenn etwas, das selbstverständlich schien, plötzlich unter Vorbehalt steht und mich als Individuum kriminalisiert, verändert sich das innere Verhältnis zu diesem Recht. Das ist einer der Gründe, warum ich wach bleibe: Es geht nicht um ideologische Härte, sondern um biografische Erfahrung. Ich möchte nicht, dass für die Generation meiner Tochter und vielleicht auch meiner Enkeltochter, die reproduktive Selbstbestimmung Schritt für Schritt noch weiter eingeschränkt oder moralisch delegitimiert wird.

Gegen den Backlash: Gleichstellung ohne Ausschlüsse

Auch die Debatten im Umfeld der UN-Frauenrechtskommission und europäischer Positionierungen zur Gleichstellungspolitik haben mich beschäftigt – insbesondere die Frage, wie inklusiv Gleichstellung gedacht wird und ob trans Frauen selbstverständlich mitgemeint sind.

Für mich ist das kein Randthema. Es geht um die Grundfrage, wer Schutzräume, Anerkennung und rechtliche Sicherheit erhält. Wenn Gleichstellung selektiv gedacht wird, verliert sie an Glaubwürdigkeit. Mich bewegt, wie schnell Diskussionen um Inklusion emotional aufgeladen werden und wie wichtig es gleichzeitig ist, ruhig und klar zu bleiben: Menschenrechte gelten nicht in Abstufungen.

Was außerdem im Januar 2026 los war

Monatsrückblick Januar und Februar 2026: Kaminfeuer

In dieser Wohlfühlatmosphäre fühlt sich Arbeit oft nicht nach Arbeit an.

  • Fünf Abschlussberichte geschrieben:
    Ich habe es endlich geschafft, fünf Abschlussberichte für beendete Familientherapien zu verfassen. Jeder Bericht braucht zwischen fünf und zehn Stunden konzentrierter Arbeit. Mir geht es nicht um Perfektionismus, sondern darum, dass ich möchte, dass diese Texte für die Klient:innen verständlich, würdigend und tatsächlich hilfreich sind. Sie sollen Orientierung geben, auch über die gemeinsame Arbeit hinaus.
  • Veränderung im Team der Wohngruppe:
    Eine Kolleg:in der WG hat aus gesundheitlichen Gründen gekündigt. Das hat spürbar Unruhe ins Team und auch zu den Kindern gebracht. Gleichzeitig haben wir die Stelle ausgeschrieben und ich war erleichtert zu sehen, dass sich mehrere qualifizierte Menschen beworben haben. Übergänge sind selten ruhig, aber sie eröffnen neue Konstellationen und jeder Mensch bringt etwas ganz Eigenes in die Arbeit ein.
  • Eine neue Verabredung mit Kristina:
    Mit meiner Freundin Kristina habe ich eine feste Vereinbarung getroffen: Wir gehen regelmäßig gemeinsam ins Gewandhaus und ins Theater. Für mich ist das gleich doppelt bedeutsam. Ich hole mir Kunst und Kultur bewusst zurück in meinen Alltag und wir schaffen gemeinsam einen verlässlichen Raum für unsere Freundschaft.Kunst erdet mich. Sie hat eine beruhigende Wirkung auf mein System. Ich liebe Ästhetik, Klänge, das Zusammenspiel von Raum und Ausdruck. Und ich lasse mich gern berühren, von Musik, von Sprache oder von einem Gedanken, der mich überrascht. Oft merke ich erst im Nachklang, dass sich meine Perspektive auf ein Thema verschoben hat.

    Besonders bewegt haben mich in diesen Wochen die Inszenierungen von „Klytämnestra“ und „Staubfrau“ am Schauspiel Leipzig. Beide Stücke kreisen um weibliche Perspektiven, Macht, Verletzbarkeit und Widerstand, und beide haben mich noch lange begleitet. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, findet hier eine Rezension zu Klytämnestra und hier eine zu Staubfrau.

Neue und überarbeitete Beiträge im Januar und Februar 2026

Monatsrückblick Januar und Februar 2026: Frühblüher - Schneeglöckchen und Krokusse

Weil ich möchte, dass mein Blog wie ein bunter Strauß voller Hoffnung ist

Mein Blog wächst nicht nur durch neue Veröffentlichungen, sondern auch durch Überarbeitungen. Manche Texte reifen mit mir weiter. Gerade bei traumasensiblen Themen ist mir wichtig, dass Begriffe klarer werden, Beispiele nachvollziehbarer und Zusammenhänge differenzierter.

Mein Januar und Februar 2026 in Bildern

Monatsrückblick Januar und Februar 2026: Winterurlaub an der Ostsee mit stürmischem Meer, Strand und Sonnenuntergang zum Jahreswechsel 2026. Pausen im Schnee

Jahreswechsel an der Ostsee

Der Jahreswechsel an der Ostsee war rau, mit viel Wind um die Nase und einer Kälte, die tief in den Körper kroch. Andreas und ich hatten viel Zeit miteinander, Zeit ohne Termine und ohne Ausweichen. Zwischen langen Spaziergängen und heißen Teetassen haben wir gesprochen, geschwiegen und nebeneinander gestanden. Diese Tage waren ein bewusstes Miteinander in großartiger Landschaft.

Monatsrückblick Januar und Februar 2026: Winterliche Pausenspaziergänge im Schloßpark Machern, Oberholz und in Neukieritzsch mit verschneiten Wegen und Sonnenuntergang.

Pausen im Schnee

Meine Spaziergänge im Schlosspark Machern, im Oberholz und rund um Neukieritzsch waren in diesen Wochen mehr als Bewegung. Schnee, Kälte und leere Wege haben mein Nervensystem reguliert. Draußen wird mein Denken weiter und zugleich präziser.

Monatsrückblick Januar und Februar 2026: Weihnachts- und Geburtstagsnachfeier mit Enkelin Momo, Spielmomente, Winterspaziergang und Trampolinzeit.

Momozeit

Mit Momo Weihnachten und ihren siebten Geburtstag nachzufeiern, war pure Lebendigkeit. Über Harry Potter, Hermine Granger und Zauberstäbe führten wir lange Gespräche. Mit dem wärmeren Wetter kam die Lust auf Trampolinhüpfen und Zoobesuch. Die Zeit mit Momo zeigt mir, dass Zukunft nicht abstrakt ist: sie hüpft, fragt und lacht neben mir.

Ausblick auf den März 2026

Monatsrückblick Januar und Februar 2026: Feuerwerk

Dieser März 2026 wird ein Feuerwerk an Emotionen und Veränderungen.

Ich werde 60 Jahre alt. Sechs Jahrzehnte Erfahrung, Irrtümer, Entscheidungen und Lernprozesse liegen hinter mir, und ich empfinde das inzwischen eher als Substanz denn als Gewicht. Es ist für mich kein Anlass für große Inszenierungen, sondern eher für ein bewusstes Wahrnehmen dessen, was über die Jahre gewachsen ist.

Fachlich beginne ich im März den Kurs „Gute Kinderschutzverfahren“ auf der Onlineplattform Kinderschutz im Saarland des Universitätsklinikums Ulm. Ich freue mich darauf, mein Wissen im Bereich Kinderschutz weiter zu vertiefen und Abläufe noch klarer zu verstehen. Gerade dort, wo Verantwortung nicht verhandelbar ist, braucht es Präzision in Wahrnehmung, Haltung und Handlung.

Andreas zieht von Hermeskeil nach Neukieritzsch. Das ist für uns eine tiefgreifende Veränderung: Aus einer Fernbeziehung wird eine Beziehung auf einem Grundstück, in zwei Wohnungen. Nähe und Eigenständigkeit wollen wir für uns in Balance bringen. Ich freue mich darauf, und zugleich spüre ich, wie sehr mich dieser Schritt verunsichert. Gewohnte Strukturen werden sich verändern und alltägliche Routinen müssen wir neu miteinander verhandeln.

Dieser März wird mich herausfordern, doch ich traue mir zu, ihm zu begegnen.

About the Author: Sylvia Tornau

„Aufstehen und in Würde strahlen“ ist mein persönliches und berufliches Leitbild. Ich bin systemische Therapeutin und Trauma-Coachin – und zugleich eine Frau mit eigener Geschichte. Mein Blog entstand aus meiner Sehnsucht, zu schreiben, und aus dem Wunsch, sichtbar zu machen, wie wir mit unseren Verletzungen leben, wachsen und uns selbst näherkommen können. Ich schreibe, um Verbindung zu schaffen, zu mir selbst und zu dir. Ich glaube zutiefst daran, dass wir wenig hilfreiche Muster mit einer großen Portion Selbstfürsorge in Lebendigkeit und Lebensfreude verwandeln können. Und dass Frieden in uns immer auch ein leiser Anfang von Frieden um uns ist.

2 Kommentare

  1. Sylvia Tornau 21. März 2026 um 15:40 Uhr

    Liebe Angela, und genau diese Schieflage ist für mich ein Motor, dass zu tun, was ich tue. Danke dir für deinen Kommentar.

  2. Angela 5. März 2026 um 09:47 Uhr

    Diese kurzen ToDo-freien Zeiten empfinde ich auch als so wichtig. Der Hammer, wie viel wir Menschen uns oft auf den Plan schreiben. Und wie du sagst, wenn wir das alles nicht erledigen, geht tatsächlich nicht die Welt unter.

    Diese rechtliche Schieflage uns Frauen und unserer körperlichen Selbstestimmung gegenüber, sowie alle die anderen politischen Ungerechtigkeiten sind da wie so ein Hintergrundrauschen aus Nadelstichen. Kein Wunder, dass so viele von uns so müde sind.

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Hallo, schön, dass du da bist!

Ich bin Sylvia, systemische Therapeutin, Trauma-Coach und Bloggerin. Die menschliche Psyche und die Frage „Warum ticken wir, wie wir ticken“ treiben mich schon seit meiner Jugend an.

Heute unterstütze ich Frauen dabei, alte Prägungen loszulassen, ihre Emotionen zu regulieren und im eigenen Leben zu Hause zu sein.

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