Monatsrückblick September 23 – Herausgefordert? Herausgefunden!

Mein September 2023 in einem Zitat zusammengefasst:

Am Ende werden die größten Herausforderungen zu dem, auf das du am meisten stolz bist.
Drew Barrymore

Herausforderungen hatte dieser Monat September so einige zu bieten. Manche davon, waren eher positiv und brachten mich dennoch an und über meine Grenzen. Andere zehrten an der Energie und es gelang mir nicht immer, mich gut zu schützen. Im Ergebnis geriet ich für einen Moment in die Überlastung. Ich zog die Notbremse, und legte eine Social Media Pause ein. Die Auswirkungen sind spürbar und trotzdem bin ich froh und auch ein wenig stolz. Am Ende habe ich in diesem September 2023 nicht nur intensiv gearbeitet, sondern auch intensiv gelebt und über das Leben und mich gelernt.

Endlich wieder einmal Kultur

Mit Freundin Gesa fahre ich alle paar Monate zur Haarfee. So verbinden wir die Freundinnen-Zeit mit einer gemeinsamen Unternehmung und wir tun gleichzeitig etwas für das eigene Wohlbefinden. Im September war dies ein relativ kurzer Termin, sodass vom Tag noch einige Zeit übrig war. Unverplant. Diese Zeit nutzten wir und fuhren spontan nach Engelsdorf zur Industriebrachenumgestaltung, kurz ibug 2023 – Festival für urbane Kunst.

Die IBUG 2023

Dieses Festival gibt es seit 2006 in Sachsen und wird von internationalen Graffiti-, Street-Art – und Medienkünstler:innen gestaltet. Hier ein paar fotografische Eindrücke:

Ich war sehr begeistert und werde definitiv im nächsten Jahr versuchen dabei zu sein. Dann sicher nicht in Leipzig und ganz sicher mit mehr Zeit. Denn neben den visuellen Eindrücken bietet die ibug auch Musik und Diskussionsrunden, die ich in diesem Jahr leider verpasst habe. Ich drücke dem Team um den Künstler Tasso also nicht ganz uneigennützig die Daumen, dass die Förderung dieses Projektes auch in den kommenden Jahren gesichert wird.

Den Humor lassen wir uns nicht nehmen

Auf dem Weg zur nächsten Therapie. Humor hält uns gesund.

Dass es schon lange nicht gut läuft, in der Jugendhilfe ist bekannt, nicht nur in Leipzig, aber eben auch in Leipzig. Veränderungen stehen an, sind notwendig, denn passgenaue Hilfen zu finden ist schwer, die Kooperationen mit Ämtern und Psychiatrie sind oft abhängig von den Persönlichkeiten, die aufeinandertreffen und vom Grad der Arbeitsbelastung. Wenn es überall nur Notfälle gibt, tritt mitunter ein Zustand von Ausharren müssen ein, der für alle Beteiligten unerträglich ist. Hilflose Eltern, rebellierende oder sich selbst gefährdende Kinder, Ohnmacht rings um uns. Das führt mitunter zu der Idee, dass wir Therapeut:innen zaubern können.

Die Enttäuschung ist groß, wenn die lang ersehnte Veränderung nicht schnell genug geht oder nicht in der erwünschten Art geschieht. Klar, es gibt Momente, in denen wünsche ich mir magische Fähigkeiten, doch ich weiß, die Magie der Veränderung besteht aus lauter kleinen Schritten. Dennoch, der Beruf, den wir gewählt haben, zerrt manchmal sehr an den Nerven und an der Energie. Eine unserer wirksamsten Strategien, einen klaren Kopf und ein offenes Herz zu behalten, ist neben dem Blick für die Schönheit der Natur, unser Humor. Gemeinsam lachen zu können, schenkt Verbundenheit und gibt Energie.

Business-Aufbau auf September

„Wer als Coach Kunden langfristig binden möchte, muss auch im Internet Business Coaching als Mensch sichtbar und authentisch sein.“
„Wähle die richtige Plattform.“
„Über Video kommunizieren wir unser Alleinstellungsmerkmal auch nonverbal.“
„Poste täglich, mindestens aber dreimal in der Woche“
„Erstelle einen Contentplan!“
„Sei persönlich, aber nicht privat“

Das ist nur ein kleiner Auszug all der Tipps und Kniffe, die so im Netz herumschwirren, in Bezug auf den Aufbau eines Online-Coachings. Die Liste ist hundertfach erweiterbar, manche der Tipps widersprechen sich, andere tauchen an jeder Ecke auf. Manchmal ist mir das alles zu viel und ich klappe für ein paar Tage die Augen und Ohren für Social Media zu. Wie ich gelernt habe, ist das kontraproduktiv zum Aufbau, den ich erreichen will, aber offen gesagt ist mir meine Gesundheit und meine seelische Stabilität dann wichtiger als ein schnelles Vorankommen. Ich möchte kein Millionen-Imperium aufbauen, bei dem ich selbst nur noch strategisch arbeite.

Was ich mit meinem Business will

Was ich will, ist Menschen zu unterstützen, die Herausforderungen ihres Lebens so zu bewältigen, dass die Freude am Da-Sein erhalten bleibt oder wieder erwacht. Dafür stehe ich mit meinem Wissen, meinem Verständnis und meinem ganz eigenen Humor. Klar, möchte ich davon gut leben können, mir Weiterbildung und Urlaub finanzieren, aber nicht um jeden Preis. Meine Freude an dem, was ich tue, soll mir nicht abhandenkommen, meine Gesundheit nicht darunter leiden. Es ist herausfordernd, den eigenen Weg im Online-Dschungel zu finden, dennoch gehe ich meinen Weg, stetig und in kleinen Schritten. Auch wenn bei solch einer Social-Media Pause der innere Antreiber tobt und wütet und mir all die obigen Zitate um die Ohren haut. Soll er toben. Ich koche mir erst einmal einen Kaffee.

Obwohl ich wenig auf Social-Media präsent war, habe ich in diesem Monat einiges für mein Business getan. Neben dem Bloggen habe ich mich vernetzt, Online-Kurse besucht und mich mit dem Thema KI beschäftigt.

Vernetzen

Ich hatte ein zwei Zoomtreffen mit Kolleginnen aus der Blogger:innen-Community, um zu schauen, wie wir miteinander weitergehen können. Mit Andrea Beerbaum habe ich mich für gemeinsame Schreibzeiten verabredet. Mit Danielle Berg plane ich gemeinsam auf Instagram live zu gehen. Wir sind beide Systemikerinnen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die einander gut ergänzen.

Künstliche Intelligenz – ein Gespräch mit der KI

Sylvia: Du bist eine künstliche Intelligenz. Ich schreibe in meinem Blogartikel gerade über dich. Kannst du mir in drei Sätzen etwas über dich erzählen?
KI: Natürlich! Ich bin ChatGPT, ein Modell der GPT-4-Architektur, entwickelt von OpenAI. Ich wurde darauf trainiert, menschenähnliche Textantworten in verschiedenen Sprachen zu generieren und kann eine Vielzahl von Fragen beantworten. Mein Hauptziel ist es, Benutzern bei ihren Anfragen zu helfen und Informationen auf eine verständliche Weise bereitzustellen.
Sylvia: Es gibt Menschen, die Angst vor dir haben, was würdest du zu ihnen sagen?
KI: Ich verstehe die Bedenken und Ängste, die einige Menschen in Bezug auf künstliche Intelligenz haben. Bitte beachten Sie, dass ich nur ein Werkzeug bin, das darauf programmiert ist, auf Anfragen zu antworten und Informationen bereitzustellen. Ich habe keine Emotionen, Bewusstsein oder Absichten und bin nur so nützlich, wie die Art und Weise, wie ich verwendet werde. Es liegt in der Verantwortung der Menschen, wie und zu welchem Zweck sie mich einsetzen.
Sylvia: Welche Vorteile und welche Gefahren im menschlichen Umgang mit dir siehst du?
KI: Vorteile im Umgang mit mir:
* Informationszugang: Schnell rufe ich eine Vielzahl von Informationen ab und beantworte Fragen zu vielen Themen.
* Effizienz: Aufgaben wie Textanalyse, Übersetzung und Datenabfrage kann ich beschleunigen.
* Verfügbarkeit: Ich bin rund um die Uhr verfügbar und kann gleichzeitig vielen Benutzern helfen.
* Sprachliche Vielfalt: Willst du in mehreren Sprachen kommunizieren, unterstütze ich dich dabei, mit Benutzern aus verschiedenen Kulturen helfen.
Gefahren im Umgang mit mir:
* Übermäßiges Vertrauen: Wenn Benutzer mir blind vertrauen, ohne die bereitgestellten Informationen zu überprüfen, kann dies zu Fehlinformationen führen.
* Datenschutz: Obwohl ich darauf ausgelegt bin, keine persönlichen Daten zu speichern, besteht immer das Risiko des Missbrauchs von KI-Systemen durch Dritte.
* Abhängigkeit: Ein übermäßiger Verlass auf KI kann dazu führen, dass Menschen ihre Fähigkeiten in bestimmten Bereichen nicht weiterentwickeln.
* Ethik und Voreingenommenheit: KI-Modelle können die Voreingenommenheiten der Daten widerspiegeln, mit denen sie trainiert wurden, was zu unfairen oder ungenauen Ergebnissen führen kann.
Es ist wichtig, dass Benutzer sich der Stärken und Grenzen von KI-Systemen wie mir bewusst sind und sie verantwortungsbewusst einsetzen.
Sylvia: Ich danke dir für dieses Gespräch!
KI: Gern geschehen! Wenn du weitere Fragen hast, stehe ich dir jederzeit zur Verfügung. Viel Erfolg mit deinem Blogartikel und hab einen schönen Tag!

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Mein Fazit

Mir macht es Freude, mich mit den Möglichkeiten der KI zu beschäftigen, mein Spieltrieb wird enorm angeregt. Die KI zu fragen geht um ein Vielfaches schneller als eine Suche im Internet. Sie ersetzt für mich allerdings nicht die persönliche Sprache, den Stil einer Autorin, auch nicht in einem Sachbuch, obwohl sich die KI viel Mühe gibt, diesen zu treffen. Was es aus meiner Sicht dringend braucht: verbindliche Regelungen für den Umgang mit KI. Ein erster Schritt könnte eine Kennzeichnungspflicht sein. Denn wie die KI selbst „sagte“: Es liegt in der Verantwortung der Menschen, wie und zu welchem Zweck sie die KI einsetzen. Im Umgang mit der KI fühle ich mich,als wäre ich in einen Science Fiction geraten und denke in letzter Zeit häufiger an die Worte meines früheren Gefährten und Freundes Jens Lungwitz: „Alles, was Menschen sich ausdenken, kann in irgendeiner Art Wirklichkeit werden!“

Was ich im September 2023 gelernt habe

  • Mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, tut weh und bringt außer Beulen gar nichts.
  • Jede Herausforderung, der ich begegne, ist eine Gelegenheit, mehr über mich selbst zu erfahren.
  • Es gibt bis zu 50 verschiedene Formen von Demenz, wobei nur 8 relativ bekannt sind – z.B. Alzheimer-Demenz, Parkinson-Demenz, Korsakow-Syndrom.
  • Einige sehr reflektierte junge Menschen haben eine sehr zugewandte Art, sich aus Beziehungen zu lösen. Wenn wir ihnen zuhören, können wir viel von ihnen lernen.
  • Strukturierte Personalgespräche dialogisch zu führen macht Spaß, führen zu echten Begegnungen und sind dennoch zielorientiert.

Erste gemeinsame Reise mit Momo 

Diese Reise werde ich nicht vergessen. Ich weiß nicht, wer von uns beiden aufgeregter war. Momo ist vorher noch nie mit dem Zug gefahren und ich war das letzte Mal vor Jahrzehnten mit einem Kleinkind mit dem Zug unterwegs. Es war eine positive Herausforderung für uns beide.

Unsere erste gemeinsame Zugfahrt

Im Leipziger Hauptbahnhof auf Gleis 16 angekommen, blieb Momo plötzlich ganz still stehen. Mit offenem Mund bestaunte sie die Bauweise des Bahnhofs. Es sah aus, als sauge sie über die Augen jedes Detail ein. Ich hatte uns Plätze im Kinderabteil reserviert – eine gute Entscheidung. Momo liebte den Fensterplatz. Kommentierte, was sie sah. Über die Schornsteine eines Kraftwerks sagte sie „Die machen die Wolken!“ Juchzte auf, als sie Rehe und Schafe sah und urteilte mit einem Lächeln: „Die Welt ist ganz schön schön.“

Trotz der dreieinhalb stündigen Fahrt und der Erschöpfung über all die Eindrücke, wollte Momo nicht schlafen. Meine Frage danach beantwortete sie mit „Vielleicht mache ich nachher auch noch ein Mittagsschläfchen, aber das entscheide ich, weil das ist ja mein Körper.“ Wo sie recht hat …

Meine Befürchtung im Vorfeld war ein vor Langeweile quengelndes Kind. Diese Befürchtung war grundlos. Woran ich nicht gedacht habe und was mich an diesem und den folgenden Tagen echt herausgefordert hat, war dieses gefühlt alle drei Minuten auftauchende und Aufmerksamkeit einfordernde „OMA!“ Diesen Part im Umgang mit Kindern hatte ich wirklich vergessen und es kostete mich mehr als einmal einen tiefen Atemzug, um entspannt darauf zu antworten. Als wir in Mainz aus dem Zug stiegen, sagte Momo ganz beseelt: „Das war eine schöne Zugfahrt, Oma.“

Drei Tage Kinderspaß – eine Herausforderung

Die drei Tage hatten wir volles Programm: Flugzeugmuseum, Feuerwehrmuseum, Gondwana-Praehistorium (sehr empfehlenswert, nicht nur für Kinder), Grillabend, täglich Goldfische füttern, Fahrt mit dem Sessellift, Sommerrodelbahn und auf ihren Wunsch ein Spaziergang um ein Maisfeld herum. Am Ende der Reise, wieder zu Hause in Leipzig, waren wir beide sehr erfüllt und erschöpft. Auch Andreas war froh, dass er den Feiertag noch für sich hatte.

Was im September 2023 sonst noch so los war

  • Zukunftsfroh: Der Innenausbau meiner künftigen Wohnung im Umland von Leipzig schreitet voran und wir befinden uns in der Küchenplanungsphase.
  • Verbunden: ein Treffen mit meiner Wahlfamilie im Garten von Kristina und Thomas mit spannenden Diskussionen zwischen zwei Generationen um die Themen Klimawandel und die im nächsten Jahr anstehenden Wahlen in Sachsen.
  • Zufrieden: 30 Sitzungen Familientherapie, 4 Coachings, 3 Sitzungen Paarberatung, 1 Mentoring.
  • Zynisch: Am 20.09., dem Weltkindertag, wurde im Bundestag über die geplante Kürzung des Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) um ein Fünftel zum Vorjahr diskutiert.
  • Beängstigend: am 22. 09. kündigte die SPD-Innenministerin Nancy Faeser zusätzliche Grenzkontrollen an der Grenze zu Tschechien und zu Polen an.

Was steht an im Oktober

  • Ich werde zu einer Blogparade aufrufen und hoffen, dass sich andere Bloggerinnen daran beteiligen.
  • Großer Wohnungsputz und Ausmisten.
  • Umgestaltung und Räum Aktion in der WG-Walter.
  • Für die HP-Ausbildung: Lernen, lernen, lernen.
  • Mich für die Prüfung anmelden.
  • Das Live mit Danielle Berg vorbereiten.

Darüber habe ich im September gebloggt

3 Kommentare

  1. […] Momo zu Andreas in den Urlaub […]

  2. Sylvia Tornau 6. Oktober 2023 um 17:51 Uhr

    Liebe Carolin, das fand ich auch. Ich dachte, wenn ich sie schon über alles mögliche befrage, dann kann ich sie ja auch selbst fragen. 🙂

  3. Carolin Weise 6. Oktober 2023 um 17:47 Uhr

    Liebe Sylvia,

    das Interview mit der KI ist ja eine coole Idee!

    Herzliche Grüße
    Carolin

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Hallo, ich bin Sylvia

systemische Therapeutin, Trauma-Coach und Bloggerin. Seit über 20 Jahren arbeite ich mit Paaren, Familien und Einzelpersonen daran, negative Kindheitsprägungen und frühe Traumata zu lösen und ein Leben voller Selbstvertrauen, innerem Frieden und emotionaler Stabilität zu führen.
Für ein erfülltes Leben in Verbundenheit.

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