Monatsrückblick August 2023

Begegnungen und drohender Herbst

Dieser Monat August war ein Monat der Begegnungen und gegen Ende geprägt vom für mich viel zu zeitigen Herbstbeginn. Ich mag den Sommer noch nicht ziehen lassen. Also die krasse Hitze schon, nicht aber das Licht und die milden Nächte. Ich habe einiges geschafft, von dem, was ich mir im August 23 vorgenommen hatte – Teilnahme an der Blogdekade, bei der ich 6 Artikel in 10 Tagen geschrieben habe. Mein Einstieg in die HP Psych-Ausbildung ist nach anfänglichen Schwierigkeiten (ich hatte keine Lust) geglückt. Der Schulanfang in der WG war wieder einmal ein Fest für die Sinne und der Kleine ist jetzt ein neugieriges und zufriedenes Schulkind.

Glücksmomente in der Jugendhilfe

Schulanfang - Eine mit Dinos und Zuckerwerk reich verzierte Torte.

Schulanfang unseres jüngsten WG-Kindes. Die Torte wurde von einer ehemaligen Kollegin gebacken und verziert. Gerade bei Festlichkeiten unterstützt sie uns immer wieder tatkräftig. Danke Franzi!

Bei große Festen und Feierlichkeiten für die WG-Kinder wachsen meine Kolleg*innen jedes Mal über sich selbst hinaus. Da wird im Vorfeld geputzt, eingekauft, Gäste werden eingeladen und es wird geschmückt. Niemand schaut auf die Uhr, bis alles fertig vorbereitet ist. Das Bewusstsein ist groß, dass solche Feiern für unsere Kinder, wie für jedes andere Kind, von großer Bedeutung sind. Nur feiern unsere Kinder nicht im Kreis ihrer Familie, sondern mit ihrer Ersatzfamilie, die sie sich nicht aussuchen konnten. Die Bemühungen der Kolleg*innen so groß, damit das Kind den Schmerz darüber, dass es nicht von Mama und Papa durch diesen so wichtigen Tag begleitet wird, zumindest für ein paar Stunden vergessen kann. Auch wenn im Nachgang alle erschöpft sind, die leuchtenden Augen des Kindes sind der Dank für all diese Anstrengungen.

Mich macht es glücklich, dass ich mit Menschen arbeiten darf, die sich so sehr für die ihnen anvertrauten Kinder einsetzen, obwohl sie wissen, dass das, was sie tun, das Beste ist, was sie tun können und dass das Beste am Ende vielleicht doch nie genug ist.

Kurztrip nach Luxemburg

Alte Steine

Ruine von Burg Beaufort

Burg Beaufort in Luxemburg. Ein gut erhaltenes Gemäuer lädt zum Verweilen ein. Die Burg entstand zwischen 1050 und 1650. Im 18. Jahrhundert stand die Burg leer und wurde als Steinbruch genutzt. Nach rund 300 Jahren Leerstand wurde die Burg 1932 für die Öffentlichkeit und die Tourist*innen zugänglich gemacht.

Wandern

Der Schiessentümpel: drei kleine Wasserfälle mit Rundbrücke

In der Region Mullerthal lässt es sich gut wandern. Bezeichnet wird diese Region auch gern als Kleine Schweiz. Sandsteinfelsen, kleine Schluchten, Mose, Farne und das alles dicht bewaldet zeichnen die Region aus. Daneben gibt es auch immer wieder kleine Wasserfälle zu sehen, wie hier den Schießentümpel.

Camping am Wasser

Abendessen am Campingtisch an der Sauer in Luxemburg

Der Campingplatz Op der Sauer, war eine Überraschung. Mitten auf der Wiese stehen, fast allein und dabei zusehen, wie sich der Abendhimmel färbt. Immer mit dabei, wenn wir mit der Villa (Wohnmobil) unterwegs sind: ein Strauß Blumen. Ich liebe es, wenn ich beim Einschlafen und Aufwachen, das Rauschen Wassers höre.

Ein letzter Sommerausflug mit dem Wohnmobil. Es stand die Frage, ob wir nach Metz in Frankreich fahren, oder uns einmal im Mullerthal umsehen. Metz kennen wir schon und lieben diese Stadt mit ihrer Kathedrale, dem Museum für moderne Kunst und dem Campingplatz mitten in der Stadt, direkt an der Mosel. An diesem Wochenende wollte ich Natur, alte Steine und einen Campingplatz am Wasser. Da in Metz die Natur fehlt und ich mich daran erinnerte, wie sehr eine Freundin vom Mullerthal in Luxemburg schwärmte, stand die Entscheidung schnell fest und es hat sich gelohnt. Wir waren begeistert. Ich so sehr, dass ich überlege, im nächsten Jahr die 112 km des Mullerthal-Trail zu laufen.

Dieser August war der Monat der ersten Male

Wiedersehen nach über 30 Jahren

Ein Wiedersehen nach über 30 Jahren. Vor ca. 5 Jahren nahm mein Bruder Uwe über Social Media Kontakt zu mir auf. Seitdem telefonieren wir ein- bis zweimal im Jahr, doch zu einem Treffen haben wir es bisher nicht geschafft. Uns verbindet eine anstrengende Kindheit und ein gemeinsamer Geburtstag, nur dass Uwe drei Jahre älter ist als ich. Obwohl wir beide uns sehr verändert haben, haben wir uns sofort erkannt.

Shoppen mit dem Patenkind

Mein Patenkind Hannah ist erwachsen geworden und plötzlich begegnen wir uns noch einmal ganz neu. Eine junge Frau und eine schon etwas länger ältere Frau. Zusammen waren wir shoppen und gönnten uns einen Cocktail. Wir trennten uns mit dem Versprechen, jetzt einmal im Quartal etwas zusammen zu unternehmen.

Erste Radtour in 39-jähriger Freundschaft

Meine Freundin Kristina und mich verbinden 39 Jahre Freundschaft. Wir begleiten einander über die Landstraßen des Lebens, halfen uns gegenseitig, wenn es mal wieder eng war. Beide sind wir nicht unbedingt Sportbegeistert und so ist es nicht verwunderlich, dass wir 39 Jahre gebraucht haben, um unsere erste gemeinsame Radtour zu unternehmen. Das hat so viel Freude gemacht, dass wir es bald wiederholen wollen.

Das erste Mal. Ich liebe es, Dinge zu tun, die zum ersten Mal geschehen. Weil es immer etwas von einer Entdeckungsreise hat. Etwas ist neu. Da das Neue ja auch unbekannt ist, weiß ich nicht, was mich erwartet. Im Neuen stecken noch alle Möglichkeiten. Es kann schiefgehen, vollkommen anders sein, als vorgestellt oder es ist so großartig, dass ich es unbedingt bald wiederholen möchte. Etwas Neues zu tun, mit vertrauten Menschen, ist dann auch eine Herausforderung: Wir kennen uns zwar im vertrauten Rahmen, doch wir kennen uns nicht im unvertrauten Rahmen. Es ist wie eine Erweiterung, ein Ausloten der Möglichkeiten des Miteinander. Passt es zwischen uns auch, wenn es anders ist als sonst? Es sind manchmal nur minimale Änderungen und schon sehen wir einander noch einmal ganz neu. Sind überrascht, etwas voneinander zu entdecken, was wir bisher nicht kannten. Wie schön!

Business-Aufbau auf August

In diesem Monat war ich mal wieder am Hadern mit mir. Nicht, dass ich aufgeben will, sondern ich ertappe mich immer wieder bei dem Gedanken, dass mir zu viel Werbung in all meine Kanäle gespült wird. Mitunter ist es Werbung von Kolleg*innen, die ich schon persönlich kennengelernt habe. Gelegentlich gehen wir dann in Austausch darüber und ich höre, dass es anderen ähnlich geht mit ihren Zweifeln. Ich zweifle nicht an dem, was ich kann und wie ich andere Frauen unterstützen kann. Die Zweifel beziehen sich auf die Wege des Marketings. Früher waren es die Flyer, die ich ungelesen in den Papierkorb geworfen habe, heute sind es die Online-Werbeanzeigen, die ich möglichst schnell wegklicke. Inzwischen weiß ich, wie viel Arbeit in all dem Content steckt. Diese Arbeit macht mir sogar Freude, ist kreativer Ausgleich und dennoch kommt der Zweifel. Ich will nicht nerven mit meinen Angeboten, doch um andere unterstützen zu können, müssen sie davon wissen, dass ich sie unterstützen kann. Dafür braucht es Marketing, also Content.

Ich mache weiter, auch wenn ich manchmal am Zweifeln bin. Deshalb gehe ich meinen Weg, auch wenn er langwierig ist: Ich verspreche nichts, was ich nicht halten kann, ich will weder jemanden zu einer Zusammenarbeit überreden, noch Leidensdruck aufbauen. Will ich mit meinen Angeboten Geld verdienen? Ja, das will ich, denn auch ich zahle Miete und lebe nicht im Schlaraffenland, wo mir die gebratenen Vögelchen in den Schoß fallen. Ich gebe Zeit, Wissen und Erfahrung gegen Geld, wie das die Marketingexperten mitunter verächtlich nennen. Ich liebe die Arbeit 1:1 egal ob online oder offline. Darin liegt meine Stärke. Deshalb zeige ich mich in Text, Bild und Video. Die Tipps und Methoden, die ich empfehle, habe ich selbst angewendet. Fragen beantworte ich gern und für die, die noch unsicher sind, nehme ich mir Zeit, sodass wir einander kennenlernen können. Ganz nebenbei ist das alles für mich eine Übung in Geduld.

Was ich im August 2023 gelernt habe

So langsam entwickle ich wieder eine Lernroutine. Der Heilpraktiker Psychotherapie ist anspruchsvoll und manchmal brauche ich ein wenig Abwechslung in meiner Routine. Ich habe einen Podcast gesucht, der sich mit dem Thema Ausbildung Heilpraktiker*in Psychotherapie beschäftigt. Dabei bin ich auf Sven Frank gestoßen und Die Speedlearning Podcast Show – Wie lernt man am besten für den Heilpraktiker für Psychotherapie? Dort lernte ich obigen Satz und seine Bedeutung kennen und hatte sofort wieder gute Laune. Denn dieser Satz bildet das Inhaltsverzeichnis des Psychiatrie-Lehrbuchs ab und gibt einen kompletten Überblick über psychiatrische Krankheitslehre. Hier die Aufklärung:

Ein Affe affektive Störungen rennt in Panik Angst und Panikstörungen, mit einer Zange in der Hand Zwänge auf einen Skifahrer zu Schizophrenie und ruft: „Die Psychologen sind nicht organisiert!“, psychotische Störungen nicht organischer Genese. Daraufhin nimmt der Skifahrer seine Organe organische Psychosyndrome und legt sie dem Affen um den Hals, was diesen belastet, weil er sich nicht anpassen kann, Belastungs- und Anpassungsstörungen. Daneben sitzen die sozialen Menschen dissoziative Störungen, denen das Ohr pfeift Psychosomatik und die sich dadurch beim Essen gestört fühlen Essstörungen. Außerdem haben sie sexuelle Probleme Sexualstörungen, wenn sie miteinander schlafen wollen Schlafstörungen. Deswegen suchen sie Abhängigkeit und Sucht eine berühmte Persönlichkeit Persönlichkeitsstörungen, die sich daraufhin die Pulsadern aufschneidet Störungen der Impulskontrolle und Selbstmord begeht Suizidalität.

Momo im August

Es ist schon merkwürdig, aber als Oma bekomme ich von der aktuell angesagten Farbkombination aus Rosa und Pink keinen Augenkrebs. Ich glaube, ich muss bei meiner Tochter Abbitte leisten, an ihr hätte ich diese Farben nicht gemocht.

Momo wächst und wächst und wächst. Dadurch, dass wir uns einmal in der Woche sehen, ist es, als würde ich in Zeitlupe zusehen, wie sie wächst. Dazu führten wir im August folgendes Gespräch und ich war verblüfft, wie schnell das Kind erfasste, worum es eigentlich ging:

Momo, versprichst du mir was?
Ja! Was denn?
Versprich mir, dass du nicht so schnell groß wirst.
Aber Oma, das kann ich doch nicht! Ich wachse eben einfach so.
Dann hör doch mal für einen Moment auf damit.
Momo lacht, überlegt und antwortet: Weißt du Oma, wir können doch auch noch kuscheln, wenn ich groß bin!

Was sonst noch so los war

  • Ich habe fünf Nächte durchgemacht, weil ich unbedingt noch etwas an meiner Webseite fertig machen wollte und schwuppdiwupp, war es morgens 6 Uhr.
  • 37 Sitzungen Familientherapie, 2 Mentorings und 2 Berichte geschrieben.
  • Den Liebsten in Hermeskeil besucht, er hat Freunde und mich bekocht (lecker war es) und wir haben gemeinsam am Lagerfeuer gehockt.
  • Endlich: Das Bundeskabinett hat das Selbstbestimmungsgesetz beschlossen. Dieses soll das über 40 Jahre alte Transsexuellengesetz ablösen, von dem allein die Wortwahl gruselig ist.
  • Die Ampelkoalition hat die Kindergrundsicherung beschlossen, die wohl eher aus einer Zusammenfassung bisheriger Leistungen zu einem Leistungspaket besteht, um Familien den Zugang zu erleichtern. Eine Erhöhung ist in dem Paket wohl nicht vorgesehen.

Was steht an im September

  • Endlich die Reise mit Momo zu Andreas – mit Besuch im Praehistorium Gondwana.
  • Überarbeitung meiner Angebote.
  • Drei Berichte schreiben.
  • Ein Instagram-Live mit meiner Kollegin Danielle Berg zum Themenfeld kindliche Bedürfnisse versus elterliche Bedürfnisse.
  • Lernen, lernen, lernen.

Darüber habe ich im August gebloggt

Meine wichtigsten Werte: Vertrauen, Intuition und Kreativität - Sylvia Tornau PortraitMeine wichtigsten Werte: Vertrauen,
Intuition und Kreativität

Fünf Gründe, warum ich den Sicherer Ort – 5 Gründe, warum ich
als traumasensibler Coach diese Übung nutze

Ein Kommentar

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Hallo, ich bin Sylvia

systemische Therapeutin, Trauma-Coach und Bloggerin. Seit über 20 Jahren arbeite ich mit Paaren, Familien und Einzelpersonen daran, negative Kindheitsprägungen und frühe Traumata zu lösen und ein Leben voller Selbstvertrauen, inneren Frieden und emotionaler Stabilität zu führen.
Für ein erfülltes Leben in Verbundenheit.

Quietschfidel Wolken schaufeln
Mein Motto des Jahres 2024

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